Semmering-Basistunnel wird erst 2028 in Betrieb gehen. Der Semmering-Basistunnel (SBT) wird erst 2028 in Betrieb gehen. Technische Herausforderungen machten eine Verschiebung um ein Jahr notwendig, teilten die ÖBB am Donnerstag mit.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 18. Februar 2021 (11:49)
Bauarbeiten am Semmering-Basistunnel
APA (Archiv)

Aufgrund der längeren Bauzeit und umfangreicher zusätzlicher Maßnahmen würden sich die Kosten um elf Prozent auf 3,5 Mrd. Euro erhöhen.

Dass die Inbetriebnahme des SBT erst 2028 möglich sei, steht laut ÖBB "nach eingehender Evaluierung der baulichen, technischen und geologischen Aspekte des Großprojektes" fest. Als Grund wurden "die extrem schwierigen geologischen Bedingungen im Berg seit 2020" angeführt, "die sich als noch herausfordernder als prognostiziert erwiesen haben".

Diese Herausforderungen stellen die ÖBB laut Vorstandsdirektor Franz Bauer "auf eine harte Probe". "Eine Vielzahl von Mosaiksteinen hat dafür gesorgt, dass die Vortriebe in allen Bereichen des Tunnels langsamer vorankommen als geplant."

Mit der längeren Bauzeit geht laut ÖBB auch die Kostenerhöhung auf 3,5 Mrd. Euro einher. "Mehr Material und aufwendigere Techniken sind notwendig, um die vorgefundene geologische Situation gut bewältigen zu können. Die Corona-Pandemie trug zusätzlich nicht gerade zur Entspannung der Situation bei."