Kooperation zwischen Land NÖ und ESA fix. Das Land NÖ und die Weltraumorganisation ESA fixierten Kooperation für fünf Jahre.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 20. Dezember 2016 (02:32)
Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Frank Salzgeber von der ESA.
Anita Kiefer

Technologie-Start-ups aus Niederösterreich bekommen in den kommenden fünf Jahren die Chance, mit der europäischen Weltraumorganisation ESA zusammenzuarbeiten und für diese Technologien zu entwickeln. Aus diesem Grund hat NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (VP) im niederländischen Noordwijk einen Kooperationsvertrag mit der ESA unterzeichnet. Gesucht werden „neue Ideen, die einen Bezug zur Raumfahrt haben“, so Frank Salzgeber von der ESA. Die Start-ups können neben finanzieller Unterstützung auch auf das Know-how und das Forscher-Netzwerk der ESA zurückgreifen.

ESA-Experte Sander Verkerk mit Landesrätin Petra Bohuslav im ESA Columbus Laboratory am ESA-Stützpunkt in Noordwijk.
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Geld ist für die kommenden fünf Jahre für 18 Start-ups aus NÖ budgetiert. Die Start-ups, die eine Förderung bewilligt bekommen, erhalten bis zu 50.000 Euro – die Hälfte davon zahlt das Land NÖ, die andere Hälfte die ESA. „Es gibt jetzt einen weiteren Schwerpunkt für die technologieorientierte Start-up-Szene in NÖ“, betonte Landesrätin Bohuslav im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Eine solche Kooperation gibt es auch mit der ESA und dem Land Steiermark, sie wurde ebenfalls kürzlich unterzeichnet. Ein erstes NÖ-Projekt wurde bereits von der Fachjury für die Förderung bewilligt, weiß Thomas Nennadal, Geschäftsführer der accent Gründerservice GmbH aus Wiener Neustadt. „Beim letzten Treffen wurden vier Projekte aus der Steiermark und zwei aus NÖ präsentiert.“

Beim bereits bewilligten Projekt handelt es sich um das Unternehmen eMentalist aus Brunn am Gebirge, das eine Art Zukunftssuchmaschine für die Industrie entwickelt hat. „Das ist eine Plattform, die aufgrund fundierter Algorithmen Vorhersagen für die Zukunft einer Branche trifft“, erklärt Nennadal.