Vierte Bewerbung für Lotterielizenz eingelangt. Für die begehrte österreichische Lotterielizenz gibt es noch einen weiteren Bewerber. Die Unterlagen des nunmehr vierten Interessenten sind am Freitag eingelangt, verlautete aus dem Finanzministerium am Mittwochnachmittag.

Erstellt am 10. August 2011 (16:05)

Eigentlich ist die Bewerbungsfrist am Montag vergangener Woche abgelaufen. "Aber es zählt das Poststempeldatum", hieß es zur APA.

Die Namen der Interessenten wurden noch nicht offiziell kommuniziert. Bekannt ist, dass sich die bisherige Monopolistin, die Österreichischen Lotterien, erneut für die Konzession beworben hat. Auch der Internet-Wettanbieter bet-at-home ging ins Rennen. Laut APA-Informationien stammen alle drei Bewerber, deren Unterlagen schon früher eingelangt waren, aus Österreich. Über den dritten Bewerber wird dessen ungeachtet nach wie vor gerätselt. Der Glücksspielkonzern Novomatic hat sich laut eigenen Angaben nicht beworben, die Niederösterreicher spitzen dafür auf eine Casinolizenz.

Bisher wurde die Lotterielizenz stets freihändig an die Österreichischen Lotterien vergeben. Nachdem aber voriges Jahr der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Glücksspielmonopol gekippt hat, muss das Finanzministerium nun europaweit nach Interessenten suchen. Die aktuelle Konzession läuft im September 2012 aus. Die neue Berechtigung für "6 aus 45", Toto, Bingo sowie auch das lukrative Online-Zocken und gilt für 15 Jahre.

Die Entscheidung über den Zuschlag soll im Herbst erfolgen. Über den Sommer prüft ein beratender Beirat die Bewerbungsunterlagen und gibt dann eine Empfehlung ab. Den Österreichischen Lotterien werden in der Branche die größten Chancen eingeräumt. Falls die Casinos-Austria-Tochter nicht zum Zug kommen sollte, muss sie "zusperren", wie Lotterien-Vorstand Friedrich Stickler mehrfach betont hatte.