Volksanwaltschaft prüft Chaos im West Wiens. Tausende Pendler aus NÖ leiden täglich unter der Baustellen-Engstelle bei der Stadteinfahrt. Nun will die Volksanwaltschaft deswegen ein Prüfverfahren einleiten.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 16. Juni 2014 (09:44)
NOEN, Ernst Susicky
Beim NÖN-Lokalaugenschein am Mittwoch gegen 8.30 Uhr reichte der Stau von der Hadikgasse auf Höhe Bergmillerstraße knapp fünf Kilometer zurück auf die Westautobahn in NÖ. Das brachte vor allem Tausenden Pendlern aus NÖ in ihren Autos und Autobussen weit über eine Stunde Zeitverlust. Die Ausweichrouten Linzer Straße und Breitenfurter Straße waren ebenfalls verstopft.

„Die Westeinfahrt ist sehr hoch frequentiert und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt speziell für Pendler. Umso wichtiger ist eine präzise Organisation der Bauarbeiten“, sagt der aus dem Waldviertel stammende Volksanwalt Peter Fichtenbauer (FP).

Er würde daher im Zusammenhang mit dem Verkehrschaos ein amtswegiges Prüfverfahren einleiten. Die Volksanwaltschaft werde sowohl die verkehrsrechtliche Planung und Organisation als auch die Vorgehensweise der Polizei prüfen.

Einspurige Führung wird zeitlich verlagert

„Ich hätte mir mehr Nachtarbeit vorstellen können – und zwei freie Spuren. Dann dauert es zwar eine Woche länger, aber es gibt weniger Stau“, meint Friedrich Zibuschka, oberster Verkehrsplaner des Landes NÖ. Kritik an der rot-grünen Stadtregierung übt Lukas Mandl, VP-Landtagsabgeordneter für Wien-Umgebung: „Häupl und Vassilakou müssen sofort dafür sorgen, dass solche Bauarbeiten von nun an nur noch an arbeitsfreien Tagen gemacht werden.“
Laut Matthias Holzmüller von der Wiener Straßenbauabteilung soll es ab dieser Woche besser werden: „Weitere Arbeiten, die einspurige Führungen des Verkehrs benötigen, werden an den Wochenenden beziehungsweise in den Sommerferien durchgeführt, die deutlich verkehrsärmer sind.“ Die Baustelle solle noch bis Anfang November dauern und könne immer wieder für Beeinträchtigungen sorgen.