Warmer Winter verursacht Umsatzstagnation bei EVN. Die Kunden hatten im ersten Geschäftsjahr weniger Bedarf an Energie. Daher ging der Umsatz bei der EVN zurück. Im Segment Netze wird weiterhin investiert.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 29. Mai 2019 (16:12)
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Symbolbild

Der Winter war mild. Das bekommt man beim Energieversorger Niederösterreich (EVN) nicht nur physisch, sondern nun auch finanziell zu spüren. Denn der Gas- und Wärmebedarf der Kunden im ersten ist im Geschäftshalbjahr (Oktober bis März) gesunken. Der Umsatz stagnierte von Oktober bis März bei 1,246 Milliarden Euro, das Ebitda sank um 30 Prozent auf 330,3 Millionen Euro und das Ebit schrumpfte um 42 Prozent auf 198,1 Millionen Euro.


Investitionen werden vorangetrieben


Die Trinkwasserversorgung im Land wird weiterhin ausgebaut. Momentan wird etwa eine 20 Kilometer lange Wasserverbindungsleitung von Wienerherberg nach Mödling gebaut. Bis 2030 will man vonseiten der EVN insgesamt 165 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung in NÖ investieren. Auch im Segment Netze wird ein Investitionsschwerpunkt gesetzt. Ausgebaut werden die 110-kV-Leitungen sowie die Umspannwerke. Im Bereich der Windkraftkapazität wird ebenso investiert. Derzeit werden Windparks in Obersiebenbrunn, Glinzendorf und Markgrafneusiedl gebaut (Gesamtleistung 31 MW).


Kohleausstieg in Dürnrohr


Wie die NÖN bereits berichtete, wird die EVN Ursprünglich war ein Kohleausstieg bis spätestens 2025 geplant. Die laufende Stromerzeugung in Dürnrohr soll nun aber schon im Herbst 2019 beendet werden.

"Das ist ein richtiger Schritt, weil die Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist. Niederösterreich ist schon jetzt Vorreiter bei der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien", sagte Mikl-Leitner dazu. Nun würde es darum gehen, den Kohleausstieg in ganz Europa voranzubringen. In 28 Eu-Staaten seien nach wie vor 260 Kohlekraftwerke aktiv.