Warnung vor Altersarmut. Pensionen / In Zukunft wird staatliche Rente nur Grundsicherung abdecken. Generali fordert Reform.

Von Gerti Süss. Erstellt am 13. November 2013 (13:00)
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Von Gerti Süss

„Die staatliche Pension wird nicht ausreichen, um unseren Lebensstandard zu halten“, erklärt Generali-Vorstand Peter Thirring. Nur mit zusätzlicher betrieblicher und privater Vorsorge könne man der Altersarmut entgegenwirken. Schließlich sei aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ab 2025 ein regelrechter Boom an Pensionierungen zu erwarten.

Private Vorsorge soll staatliches System ergänzen

„Natürlich ist es für Menschen, die 1.200 Euro oder weniger verdienen, schwer, privat vorzusorgen“, räumt Generali Vertriebsvorstand Harald Steirer ein. Hier sei die Politik gefordert, etwas zu deren Entlastung beizutragen. „Besserverdienende werden nicht darum herumkommen, zugunsten der Privatvorsorge während der aktiven Berufszeit auf andere Ausgaben zu verzichten“, meint Steirer.

Dabei soll die private Vorsorge nicht das staatliche Pensionssystem ersetzen, sondern ergänzen. Und das wird auch notwendig sein: Laut Generali muss der Staat bis 2035 20,8 Milliarden für Pensionen aufbringen – dreimal so viel wie heute. „Hier braucht es Reformen, damit die Staatsverschuldung nicht weiter steigt“, so Steirer.

Insgesamt hat die Generali 1,4 Millionen Kunden in NÖ. 508.000 dieser Verträge umfassen die Personenversicherung, weitere 540.000 sind Sach- und Haftpflichtversicherungen.

Günstigere Prämien für Autoversicherungen

Laut Versicherungsverband kostete eine Kfz-Haftpflichtversicherung im Jahr 2012 im Schnitt 264 Euro jährlich – 2003 waren es noch 296 Euro. Auch Kfz-Kaskoversicherungen seien mit 498 statt 547 Euro seit 2003 günstiger geworden.

Als Gründe dafür nannte die Generali Kostensenkungen, aber auch eine geringere Schadenshäufigkeit – schließlich seien Straßen und Autos in den letzten Jahren sicherer geworden.