NÖ Handel zuversichtlich: „Umsätze fast so hoch wie vor der Pandemie“

Erstellt am 29. November 2022 | 07:56
Lesezeit: 3 Min
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Gute Frequenz und Konsumstimmung, nicht nur in den Shopping-Centern und auf den Einkaufsstraßen: Auch die NÖ-Adventmärkte – wie hier in Melk – waren vergangenes Wochenende gut besucht.
Foto: Franz Gleiß
Der heimische Handel blickt trotz Teuerungen optimistisch auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft.
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Obwohl heuer im Gegensatz zu 2021 keine Corona-Sperrzeiten das Weihnachtsgeschäft eintrüben, stehen die NÖ-Händler vor neuen Herausforderungen: Die Teuerung dämpft generell die Konsumlaune und birgt Unsicherheiten bei Kundinnen und Kunden. Dazu kommen explodierende Energiekosten, die speziell die Bilanzen des stationären Handels belasten.

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Handelsobmann Kirnbauer blickt positiv auf die Einkaufszeit.
Foto: Tanja Wagner

Das vergangene, erste Adventwochenende lief aber aus Sicht des NÖ-Handels „erwartungsgemäß“, heißt es aus der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ). „Die Umsätze sind zufriedenstellend und ähnlich wie vor der Pandemie, wenn auch etwas darunter“, zieht NÖ-Handelsspartenobmann Franz Kirnbauer eine erste Bilanz.

Er erwartet die umsatzstärksten Tage am dritten und vierten Einkaufssamstag in der Adventzeit. Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur durch Unsicherheit bei den Konsumenten gekennzeichnet: Auch die angekündigten Streiks der Gewerkschaft GPA nach bisher vier erfolglosen Verhandlungsrunden machen den NÖ-Händlern Sorgen. Eine fünfte Runde war für Dienstag angesetzt, wir berichten laufend .

NÖ-Kunden kaufen preisbewusst und luxusarm

In den kommenden Wochen wollen laut Umfrage der KMU Forschung Austria 89 Prozent der Landsleute Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten kaufen und werden dafür im Schnitt 320 Euro ausgeben. Viele gaben aber an, beim Geschenkekauf auf die Preise zu achten und auf Luxusgeschenke zu verzichten. Zu den beliebtesten Weihnachtspräsenten zählen heuer in NÖ Gutscheine, Bücher und Spielwaren.

Die Unsicherheit auf Konsumentenseite bekommt auch der Online-Handel zu spüren. Im Gegensatz zum Vorjahr sind heuer keine Zuwächse zu erwarten. Zwischen 25 und 30 Prozent der Geschenke werden online eingekauft. Mit der Kampagne „Ich kaufe lokal“ am Black Friday setzte die WKNÖ einen Anreiz, um bei regionalen Händlern einzukaufen.

Bei Einreichung ihrer Rechnung hatten 100 NÖ-Einkäufer die Chance, bis zu 300 Euro zurückzugewinnen. Die Kampagne sei gut angenommen worden, so Kirnbauer. Der Handel habe jedenfalls kein schlechtes Jahr gehabt, das erste Halbjahr lief sehr gut. „Jetzt im dritten Quartal ist es rückläufig. Am Ende des Jahres wird man mit einer Null aufhören.“

Zufriedene Händler in NÖ-Shopping-Centern

In den NÖ-Shopping-Centern spiegelt sich eine positive Stimmung wider. Von „sehr zufriedenen Händlern“ spricht Christian Stagl vom Fischapark in Wiener Neustadt. Das Geschäft sei „sehr gut angelaufen“.

Auch Hannes Grubner vom City Center Amstetten zeigt sich zufrieden. Die Kundenfrequenz habe sich am Samstagnachmittag stark aufgebaut. Der Black Friday habe „ein Frequenzplus von 30 Prozent gegenüber den anderen Freitagen im November beschert“. Grubner rechnet mit einer Frequenz- und Umsatzsteigerung in der Adventzeit.

Auch Katharina Gfreiner von der Rosenarcade Tulln bestätigt das Kundenplus am Black Friday. Im Kremser Shoppingcenter Mariandl wurden ebenfalls hohe Frequenzen erreicht.

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