Wein: Ärger über Sturm. KOPFWEH / Winzer-Sorgen wegen Traubensaftimport aus Italien.

Erstellt am 07. August 2011 (20:03)
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Sieben Millionen Liter Sturm trinken Herr und Frau Niederösterreicher jedes Jahr. Für die Weinbauern und Wirte gar kein so schlechtes Geschäft.

Doch jetzt macht die Gesetzeslage der heimischen Weinwirtschaft große Sorge. Denn bereits seit dem 1. August darf in Österreich Sturm verkauft werden, obwohl die Lese noch lange nicht begonnen hat. Der Weinbauverband befürchtet nun, dass Traubensaft aus Norditalien importiert wird.

Weinbau-Präsident Josef Pleil dazu: Seit dem EU-Beitritt ist der Name Sturm für Trauben aus Österreich gesetzlich geschützt. Weil aber die Traubenpreise relativ hoch sind, fürchte ich, dass Weinhändler verstärkt auf Most und Trauben aus Italien zurückgreifen werden.

Die Gefahr dabei: Beim Transport im Tank gibt es eine starke Gärung, die im Gegenzug niedergeschwefelt wird. Das bedeutet Kopfweh! Pleil rät den Wirten und Konsumenten: Man soll immer fragen, woher die Weinhändler die Trauben für den Sturm haben.

Über die Ernte-Erwartungen der Weinbauern meint Pleil: Es wird eine frühe Ernte geben, Zweigelttrauben färben sich bereits ein. Wir erwarten deutlich höhere Erträge als im Vorjahr. Im langjährigen Schnitt gibts aber nur eine durchschnittliche Ernte. Schäden durch Spätfrost und Hagel sind heuer zum Glück nur regional aufgetreten.