Mit Start-up-App spielend lernen in 80 Sekunden. Lukas Snizek entwickelte App für Firmen zur internen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 26. März 2019 (01:46)
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Lukas Snizek (r.) mit seinem Founding-Partner Kambis Kohansal Vajargah bei den World Summit Awards. Bei dieser Prämierung war das Start-Up heuer nominiert.Philipp Benedikt
Philipp Benedikt

Für die Firma lernen, und das in Mini-Portionen und am Smartphone. Das macht das Niederösterreichische Start-up QuickSpeech mit Firmensitz in Riederberg (Bezirk Tulln) möglich.

„Ich habe während meines Bachelorstudiengangs an der FH bei diversen Unternehmen gearbeitet. Da gab es oft die Problematik, wenn man in den ersten Monaten in ein Unternehmen kommt, dass man mit einer Fülle von Informationen zugeschüttet wird“, erzählt Snizek von seiner Idee zu QuickSpeech. Snizek machte sich daher auf die Suche nach einer Lernmethode, die über das sogenannte Bulimielernen – also das Lernen von vielen Informationen in kurzer Zeit, die man aber schnell wieder vergisst – hinausgeht und nachhaltige Wissensaneignung ermöglicht. So kam er auf die Idee zum Lernen über das Smartphone in Quizform.

Gelernt wird bei QuickSpeech in kleinen Portionen, die nur 60 bis 80 Sekunden dauern. „Täglich werden die Mitarbeiter unserer Kunden mit neuen Fragen konfrontiert, und die vom Vortag werden wiederholt.“ Der Kunde bezahlt etwa 3.500 Euro für den Erwerb der App und monatliche Lizenzgebühren. „Wir stellen für unsere Kunden das Lerngerüst, also die QuickSpeech-App zur Verfügung“, sagt Snizek. Außerdem bekommt der Kunde eine intensive Benutzer-Einschulung. Genutzt wird die App etwa für Verkäufertrainings oder Führungskräfteentwicklung. Aktuell hat QuickSpeech fünf Mitarbeiter.

„Tagtäglich werden die Mitarbeiter unserer Kunden mit neuen Fragen konfrontiert, und die vom Vortag werden wiederholt.“ Lukas Snizek über das Lernen mit QuickSpeech

Ende 2018 hatte das Unternehmen sechs Kunden. Im laufenden Jahr sollen 15 bis 20 zusätzliche Kunden dazugewonnen werden.

Aktuell steht das Unternehmen bereits bei neun Kunden. Der Umsatz, der sich im Vorjahr laut Angaben von Snizek im „mittleren fünfstelligen Bereich“ bewegte, soll sich heuer immerhin verdreifachen.

Für die Zukunft steht neben der laufenden Kundenaquise die Internationalisierung des Unternehmens am Programm. In einem ersten Schritt will sich QuickSpeech auch in Deutschland und der Schweiz bekannt machen. Auch die Übersetzung der App ins Englische ist bereits passiert – somit ist das Angebot für die Internationalisierung gerüstet.