Expo: Ein Stück NÖ in Dubai

Fünf heimische Unternehmen und die IMC Fachhochschule Krems sind als Aussteller und Ausstatter mit dabei.

Erstellt am 29. September 2021 | 02:43
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Neben der Präsentation ihrer Leuchtturm-Projekte sorgten Unternehmen aus NÖ für die tragenden Holzteile der Pavillons und für klimatisierte Luft.
Foto: Expo Austria/querkraft-bagienski

Nachdem die Expo 2020 im Vorjahr wegen Corona abgesagt wurde, startet sie nun unter neuem Termin, aber selbem Namen. Mit 1. Oktober werden bis Ende März 2022 zahlreiche Aussteller aus rund 190 Ländern in Dubai vertreten sein und ihre Leuchtturm-Projekte präsentieren.

In der 170-jährigen Geschichte der Weltausstellung wird sie zum ersten Mal in einem arabischen Land ausgetragen. Österreich präsentiert sich unter dem Motto „Austria makes sense“. Als Aussteller sind auch fünf Unternehmen und eine Fachhochschule aus Niederösterreich mit dabei.

  • Eines davon ist Doing Circular aus Wiener Neustadt, die ihr Projekt plasticpreneur auf der EXPO vorstellen. Die Firma sei mit vier Kunststoffrecycling-Maschinen in über 45 Ländern vertreten, sagt Co-Gründerin Raphaela Egger.
  • Der Aussteller Ertex Solar aus Amstetten ist bekannt für Photovoltaik-Elemente, die in die Architektur eines Gebäudes verschmelzen. Wie das aussehen kann, zeigen sie mit dem Projekt Baumarkt Hellweg in der Steiermark, bei dem 644 Solarmodule über die 2.300 Quadratmeter große Parkfläche verbaut wurden.
  • Doka aus Amstetten zeigt Baulösungen mit moderner Technologie. Ein Miniatur-Schalungsmodell aus dem 3D-Drucker wird in Dubai zu sehen sein.
  • Mit dabei ist heuer erstmals die Fachhochschule IMC Krems mit einem Recyclingprojekt zu Seltenen Erden. Ziel ist es dabei, diese ganz ohne Umweltschäden mit Bakterien und Algen aus Elektroschrott zu entfernen. Diese können dann wieder verkauft und verarbeitet werden, weiß Projektleiter Dominik Schild. Weil die Weltausstellung während des Semesters stattfindet, werden weder er noch seine Studenten bei der Projektpräsentation live dabei sein. Man habe keine großartigen Erwartungen, erhoffe sich aber für die FH IMC Krems neue Partner aus Forschung und Wirtschaft, meint Schild. Bisher sei die Resonanz durchaus positiv gewesen. „Man merkt, die Expo ist für viele Leute eine Art Qualitätssiegel“, sagt Schild.

Die Ausstellung ist eine einzigartige Plattform Doka-Chef Robert Hauser

Die Expo ist nicht nur bekannt für sein Publikum aus aller Welt, sondern auch für große Projekte. Die Pariser Weltausstellung 1889 gilt noch heute als besonders nachhaltiges Event: Zum Anlass wurde der Eiffelturm errichtet. Dessen ist sich auch Doka-Chef Robert Hauser bewusst: „Die Ausstellung ist eine einzigartige Plattform, uns als Unternehmen und Innovator einem internationalen Millionenpublikum zu präsentieren.“

  • Vorgeführt werden die Technologien und Projekte in den Länderpavillons, in denen Know-how aus NÖ zum Einsatz kommt. Die Firma Rubner Holzbau (Bezirk Sankt Pölten-Land) lieferte Holzbauteile für die Pavillons in das Wüstenemirat Dubai.
  • Für Klimatisierung in zwei der Pavillons sorgt die Firma Raintime aus Münchendorf (Bezirk Mödling). Mit der Technologie ist sie bereits zum zweiten Mal bei einer Expo präsent. Zuvor 2015 in Mailand. Schon damals habe man von der Teilnahme an der Weltausstellung profitiert. „Es haben sich viele Partnerschaften und Projekte ergeben“, sagt Raintime-Geschäftsführer Alfred Janousek: „Wir freuen uns auf weitere Projekte und Partnerschaften.“