Westbahn GmbH will neuen Bahnhof Tullnerfeld bedienen. Der im Zuge des viergleisigen Westbahn-Ausbaues neu errichtete Bahnhof Tullnerfeld soll nach der Eröffnung im Dezember ein Verkehrsknotenpunkt für die Region werden, sprach Verkehrslandesrat Karl Wilfing von einer "idealen Einstiegsstelle" für Pendler nach Wien und St. Pölten.

Erstellt am 04. Juli 2012 (15:32)
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Der Haken dabei: Die ÖBB seien bisher nicht bereit gewesen, einen Halt einzurichten. Nun wurde mit der mehrheitlich privaten Westbahn eine Lösung gefunden, die allerdings nur mit einem Zugeständnis der ÖBB möglich ist: "Wenn der Railjet in Wien drei Minuten früher startet, wären alle Probleme gelöst."

Wie Wilfing bei einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte, sei er im Gespräch mit ÖBB-Chef Christian Kern. Die ÖBB wüssten, dass es diese Lösung geben müsse. Der Landesrat betonte, dass es dabei fahrplantechnisch nur um ein Jahr gehe, bis der viergleisige Abschnitt Ybbs - Amstetten in Betrieb genommen werden kann.

Der von ÖBB und dem Land errichtete Bahnhof Tullnerfeld inklusive großer Park&Ride-Anlage koste 20 Mio. Euro. Während ein stündlicher Halt des Railjets für die ÖBB undenkbar sei, habe die Westbahn GmbH dies zugesagt. Von Salzburg Richtung Wien sei das möglich und daher fix, in der Gegenrichtung müssten aber die ÖBB-Züge und die Westbahn um drei Minuten früher vom Westbahnhof abfahren.

Es sei Ziel, neue Kunden zu gewinnen, erklärte Westbahn-Geschäftsführer Erich Forster. Rudolf Friewald, Bürgermeister der Gemeinde Michelhausen, in deren Gebiet der neue Bahnhof liegt, erinnerte an den Jahrzehnte zurückliegenden Widerstand gegen die Hochleistungsstrecke. Die einstigen Kritiker würden nun sehr genau beobachten, ob die damaligen Zusagen eingehalten würden. Man hätte kein Verständnis, wenn es an drei Minuten scheitern sollte, dass Pendlern (und Schülern) eine Verkehrsanbindung geboten wird. Der Bahnhof Tullnerfeld binde darüber hinaus aber auch das Waldviertel an den Fernverkehr an.