Countdown für Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf. Auf der Westbahnstrecke läuft der Countdown für den Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. August 2017 (15:18)
ÖBB
Symbolbild

Nach ÖBB-Angaben vom Dienstag wird die 24,7 Kilometer lange Güterzugumfahrung (GZU) der NÖ Landeshauptstadt in etwas mehr als 100 Tagen - mit dem Fahrplanwechsel im Dezember - in Betrieb gehen. Damit werde auch der viergleisigen Ausbau von Wien bis Linz vollendet.

Derzeit läuft der Güterverkehr noch direkt durch das Stadtzentrum bzw. dicht besiedelte Teile von St. Pölten. Ab Dezember 2017 werden Güterzüge in einem weiten Bogen vorbeigeführt. Durch den Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf werden außerdem zusätzliche Kapazitäten geschaffen.

"Der bauliche Part ist abgeschlossen, derzeit läuft die Inbetriebnahmephase. Bis Ende des Jahres führen wir nun sämtliche Mess-, Abnahme- und Schulungsfahrten durch, um die hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen", erklärte Vorstandsdirektor Franz Bauer von der ÖBB-Infrastruktur AG.

Das Projekt GZU wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke geplant. Die Anbindung an die Bestands- und an die Neubaustrecke Wien - St. Pölten erfolgt im Osten im Knoten Wagram. Im Westen wird die Trasse im Knoten Rohr wieder mit der bestehenden Strecke verknüpft.

Mehr Verbindungen und verlässliche Just-in-time Lieferungen sollen laut Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) dafür sorgen, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werde. "Vom Ausbau der Weststrecke profitieren zudem die transeuropäischen Transporte." Durch das Projekt werde St. Pölten deutlich vom Güter- und Durchzugsverkehr entlastet, betonte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).