Wien war 2009 elftreichste Region Europas. Wien ist in der Statistik der reichsten Regionen Europas aus den Top Ten gerutscht. Mit 161 Prozent des durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag Österreichs Hauptstadt auf Platz elf im Ranking des Jahres 2009, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte.

Erstellt am 13. März 2012 (12:42)

Im Jahr 2008 lag Wien noch an 10. Stelle. Die Kluft zwischen Arm und Reich in Europa bleibt jedoch groß.Am potentesten war erneut die Londoner Innenstadt mit 332 Prozent des BIP je Einwohner - ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Nach der Londoner City waren die Regionen mit dem höchsten BIP pro Kopf im Jahr 2009 das Großherzogtum Luxemburg (266 Prozent des Durchschnitts), Belgiens Hauptstadt Brüssel (223 Prozent), die deutsche Hansestadt Hamburg (188 Prozent) und die slowakische Hauptstadt Bratislava mit 178 Prozent. Die ärmsten Regionen befanden sich in Bulgarien, Rumänien, Polen und Ungarn.

Ähnlich wie im Jahr zuvor lagen alle Regionen Österreichs über dem EU-Durchschnitt, der 24.500 Euro pro Kopf, gemessen in Kaufkraftstandards, beträgt. Im Bundesländervergleich lag jedoch das Burgenland mit 83 Prozent unter dem Mittel. Vier Regionen gelten als reich: Neben Wien zählen dazu auch Salzburg (143 Prozent), Vorarlberg (131 Prozent) und Tirol (130 Prozent). Regional betrachtet belegt Westösterreich (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) mit 130 Prozent Platz eins, knapp vor Ostösterreich (Burgenland, Niederösterreich, Wien) mit 129 Prozent und Südösterreich (Kärnten und Steiermark) mit 107 Prozent des europäischen Schnitts.