Klavierbauer Bösendorfer spielt erneut Gewinne ein. Der Traditions-Klavierbauer Bösendorfer wird auch im laufenden Geschäftsjahr wieder Gewinne einspielen. Für 2017/18 rechnet Börsendorfer-Chefin Sabine Grubmüller laut "Kurier" mit einem Umsatz von 13 Mio. Euro, der Gewinn von zuletzt 706.000 Euro soll übertroffen werden, wenngleich noch nicht die Millionengrenze geknackt werden dürfte, erwartet sie.

Von APA Red. Erstellt am 12. September 2017 (11:09)
NOEN, Franz Baldauf
Pianisten schätzen den Klang der Bösendorfer-Klaviere.

Damit wäre Bösendorfer das vierte Mal in Folge in den schwarzen Zahlen. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Klavierhersteller einen Umsatz von 12,18 Mio. Euro.

Bösendorfer ist seit über 100 Jahren mit einem Geschäft im Wiener Musikverein vertreten und beschäftigt 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Seit fast 10 Jahren ist das Traditionsunternehmen in der Hand des japanischen Musik-Multis Yamaha. Die Japaner kauften den Klavierbauer der BAWAG ab, das Unternehmen steckte damals in der Verlustzone. Es dauerte Jahre, bis die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelang.

Bösendorfer verkauft heute pro Jahr rund 300 Stück Pianos und Flügel zum Preis von 30.000 bis 160.000 Euro je Stück. Hergestellt werden sie in Wiener Neustadt. Absatzmärkte seien Österreich, Deutschland, die Schweiz, Großbritannien, Spanien und Frankreich, aber auch die USA, Kanada und zahlreiche asiatische Staaten. Am russischen Markt habe es zuletzt Rückgänge gegeben.

Während Bösendorfer wachse, sei der Klaviermarkt weltweit rückläufig, sagte Grubmüller dem "Kurier". Ein Trend gehe in Richtung Sonderanfertigungen. Wichtigste Abnehmer seien Konservatorien, Musikuniversitäten, Bühnen, Sammler und Liebhaber.