Wissenschaft schafft in NÖ Wohlstand

950 Millionen Euro Gesamtwertschöpfung bringen die Forschung und Wissenschaft.

Erstellt am 24. Dezember 2021 | 05:45
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NÖ-Hochschulen und Forschungseinrichtungen generieren nicht nur Wertschöpfung durch Wissen, Innovation und Patente, sondern auch als Konsumenten, Auftrageber und Steuerzahler in Niederösterreich.
Foto: Donau-Universität-Krems

Die rund 40 Hochschulen und Forschungseinrichtungen seien nicht nur „Wissensfabriken“, sondern auch „regionale Wirtschafts- und Arbeitsmotoren“ für Niederösterreich, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Ob als Dienstleister, Auftraggeber, Konsument oder Steuer- und Abgabenzahler: 23.000 Studierende und rund 7.000 Beschäftigte an den Einrichtungen lösen 950 Millionen Euro Gesamtwertschöpfung in Niederösterreich aus. Das berechnete jüngst das WIFO in einer Studie.

117 Millionen Euro investiert das Land NÖ jedes Jahr in seine Hochschulen und Forschungseinrichtungen: vom WasserCluster in Lunz (Bezirk Scheibbs) über das Zentrum für Migrationsforschung bis hin zur Donau-Universität Krems und Bertha von Suttner Privatuniversität in St. Pölten. Laut Statistik Austria sind 8.200 Vollzeitäquivalente direkt in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. „Das entspricht einer Steigerung von 72 Prozent allein in letzten zehn Jahren“, so Mikl-Leitner.

Einige Regionen profitieren besonders von der Nähe und Zahl der Einrichtungen, wie etwa Krems, Tulln, Mödling, Wiener Neustadt und Scheibbs. Allein in Krems-Stadt arbeiten 13 Prozent aller Beschäftigten direkt (Forscher, Tutor), indirekt (Caterer) oder induziert (etwa als Büromöbelhändler) in den bzw. für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

IST, AIT und IIASA als Botschafterinnen für NÖ

„Der Wissenschaftskomplex ist nicht ein Elfenbeinturm, sondern hat auch in der Fläche große Effekte“, sagt WIFO-Direktor Gabriel Felbermair. Durch die Präsenz der Einrichtungen werden in NÖ 700 Euro pro Kopf generiert. „Das ist eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Wertschöpfung, also ein Extra-BIP.“

Niederösterreich habe sich als Hochschulstandort etabliert, sagt Felbermair. Die Donau-Uni Krems sei der wichtigste „Spieler“, aber auch das IIASA in Laxenburg, das IST Austria in Klosterneuburg oder auch das Austrian Institute of Technology (AIT) in Tulln seien große Institutionen mit internationaler Bedeutung. „Die wirken als gute Botschafterinnen für das Land Niederösterreich und verkörpern Exzellenz und Innovation“, so Felbermair.