Winterdienst war besonders gefordert. Der vergangene Winter 2018/19 war ein überdurchschnittlich strenger. Abzulesen ist das am Streumitteleinsatz der NÖ Straßenmeisterei.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 05. April 2019 (10:57)
APA/HARALD SCHNEIDER

Um 20 Prozent mehr Streumittel mussten im Vergleich zu einem durchschnittlichen Winter eingesetzt werden. Das hat auch um 20 Prozent höhere Kosten verursacht – was einen finanziellen Mehraufwand von zehn bis zwölf Millionen Euro bedeutet, erklärt NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker.

Es gebe alle zehn Jahre einen solchen überdurchschnittlichen Winter, betont er. Besonders der schneereiche Jänner hat heuer zu diesem Mehraufwand geführt. Insgesamt gab es für den Winterdienst beim Land NÖ heuer 114 Diensttage. 49 Tage des Winters waren Schneefalltage.

"Möglichst schonender Mitteleinsatz wichtig"

360 Landesfahrzeuge sind im Winterdienst in Niederösterreich im Einsatz, 117 davon sind sogenannte Geräteträger, kleinere und wendigere Fahrzeuge als die herkömmlichen Lkw. Zusätzlich gibt es 305 angemietete Lkw im Einsatz. 66.000 Tonnen Salz wurden im Winter 2018/19 verstreut, und 167.000 Tonnen Split. „Uns ist ein möglichst schonender Mitteleinsatz wichtig“, sagt der zuständige Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (VP). 13.600 Kilometer ist das Landesstraßennetz in Niederösterreich lang.

Davon werden 6.300 Kilometer mit Salz gestreut. „Das sind Straßen mit einem entsprechend starken Verkehrsaufkommen“, erklärt Straßenbaudirektor Decker.

Durch den Einsatz der sogenannten FS50-Technik (hierbei werden 50 Prozent trockenes Salz mit 50 Prozent gelösten Salz vermischt, was eine bessere Haftbarkeit auf den Straßen ergibt) gebe es bei gleicher Streuwirkung einen reduzierten Mitteleinsatz von 20 Prozent, so Decker.


Fuhrpark ist maximal 14 Jahre alt

Pro Jahr werden beim Land Niederösterreich rund 20 neue Lkw und fünf Geräteträger des Winterdienstes ausgetauscht. Damit wäre der Fuhrpark in Niederösterreich nur maximal 14 Jahre alt, sagt Decker.

Mit 31. März wurde der Winterdienst übrigens offiziell eingestellt. Dennoch: Für das Wochenende rechnet Schleritzko am Feistritz-Sattel erneut mit Schneefall. „Hier steht uns wahrscheinlich ein Einsatz bevor“, betonte der Landesrat.