Land NÖ setzt weiter auf Region Waldviertel. Das Waldviertel als Wirtschafts- und Tourismusregion steht beim Land Niederösterreich weiter hoch im Kurs.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 11. Dezember 2019 (17:32)
„Ein Schwung geht durchs Waldviertel“, lobte Landesrätin Petra Bohuslav die positive Entwicklung der Region. Mit im Bild: ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, Leyrer+Graf-CEO Stefan Graf, Schidorf Kirchbach-Geschäftsführer Franz Jahn und Waldviertel Tourismus-Chef Andreas Schwarzinger. Foto: Markus Füxl
Markus Füxl

Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) bezeichnete die bisherige Entwicklung am Mittwoch als positiv. Angekündigt wurde die Schaffung eines Regionalzentrums, das ein Zusammentreffen der von der Wirtschaft gestellten Anforderungen mit Ausbildungsmöglichkeiten schaffen soll.

Ein Detailkonzept für das an die bereits im Bundesland vorhandenen Technopol-Standorte angelehnte Zentrum werde "in den nächsten Wochen" ausgearbeitet, betonte die Landesrätin bei einer Pressekonferenz auf der Zwettler Schwarz Alm. Die neue Einrichtung solle aber jedenfalls "einen zusätzlichen Impuls" für die Region liefern.

Das Waldviertel sei bereits jetzt "ein guter Boden, um wirtschaftlich tätig zu sein". Verwiesen wurde von Bohuslav in diesem Zusammenhang unter anderem auf die drei Wirtschaftsparks, die von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes, in der Region betrieben werden. "Auf einer besiedelten Fläche von 33 Hektar bieten 36 Unternehmen ihren Beschäftigten 545 Arbeitsplätze", hielt die Landesrätin in Bezug auf die Standorte Gmünd, Heidenreichstein und Schrems (beide Bezirk Gmünd) fest. Stefan Graf, CEO des Bauunternehmens Leyrer + Graf mit Sitz in Gmünd, lobte die kürzlich präsentierte Wirtschaftsstrategie des Landes als "klares Bekenntnis zu Innovation, Nachhaltigkeit und Regionalität, eingebettet in ein internationales Umfeld."

Bohuslav machte auch auf die Bedeutung der Regionalförderung für das Waldviertel aufmerksam, seit 2015 seien acht Projekte unterstützt worden. Das Investitionsvolumen betrage bei den Regionalförderprojekten 860.000 Euro, bei den sogenannten Leader-Projekten etwa 448.000 Euro.

In diesem Zusammenhang vor den Vorhang geholt wurde das Schidorf Kirchbach. Geschäftsführer Franz Jahn sah den Hang in der Gemeinde Rappottenstein (Bezirk Zwettl) mit einem 550 Meter langen Schlepplift als "Gegenpol" zum Wirtschaftsstandort Niederösterreich: "Wo arbeitende Menschen sind, da wird auch Freizeitspaß gebraucht. Den liefern wir." Beleuchtet wurde die Entwicklung vom "kleinen Schlepplift ohne Beschneiungsanlage" hin zum "regionalen Nahversorger für den Skinachwuchs". Nach mehreren durch ein Regionalförderprojekt realisierten Verbesserungen sei der Umsatz in der abgelaufenen Saison um 18 Prozent gestiegen.