Freiheitliche wollen Platz zwei bei WKO-Wahlen. Die Freiheitliche Wirtschaft will Anfang März ein zweistelliges Ergebnis erzielen und den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband auf Platz zwei hinter dem Wirtschaftsbund ablösen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 17. Februar 2020 (12:40)
Christian Höbart (Landesobmann-Stellvertreter Freiheitliche Wirtschaft, von links), Udo Landbauer (FPÖ Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag) und Reinhard Langthaler (Landesobmann Freiheitliche Wirtschaft).
Anita Kiefer

Von 2. bis 4. März gehen die Wirtschaftskammer-Wahlen in Niederösterreich über die Bühne. Die Freiheitliche Wirtschaft hat heute Vormittag vor Journalisten ihr Wahlprogramm samt Wahlzielen präsentiert. Unterstützung im Wahlkampf erhält die Freiheitliche Wirtschaft von der Mutterpartei.

So will Udo Landbauer, FPÖ Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, ein Ende der „schwarzen Allmacht“, die Befreiung der Unternehmer von „bürokatischen Aufwendungen“ und etwa auch Unterstützung für Gastronomen, die durch das Rauchverbot Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. So will sich Landbauer als „Mindestkompromiss“ für Ausnahmen vom Rauchverbot zwischen 20 und 6 Uhr stark machen.

Reinhard Langthaler, Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft in Niederösterreich, bezeichnete die Wirtschaftskammer als „stillen Riesen samt Funktionärsüberschuss“, von dem es kaum Lebenszeichen gäbe. Er kritisierte das Umfeld, das für Unternehmer immer schwieriger werde, und wolle sich für Bürokratieabbau einsetzen. Er definierte das Wahlziel für die Wirtschaftskammer-Wahlen mit einem zweistelligen Ergebnis und Platz zwei hinter dem ÖVP-nahen Wirtschaftsbund.

Christian Höbart, Landesobmann-Stellvertreter der Freiheitlichen Wirtschaft, will das Kammersystem "von innen" verändern, da dies von außen nicht möglich sei, seit die Kammer im Verfassungsrang stehe.

Freiheitliche treten in 66 Fachgruppen an

Die Freiheitliche Wirtschaft wird laut eigenen Angaben mit rund 400 Kandidaten in 66 Fachgruppen zur Wahl antreten. Reinhard Langthaler ist seit gut einem Jahr Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft. Bei den letzten Wirtschaftskammer-Wahlen erzielte die Freiheitliche Wirtschaft 7,4 Prozent der Stimmen und landete hinter Wirtschaftsbund und Sozialdemokratischem Wirtschaftsverband auf Rang drei.