Sonja Zwazls Abschied ante portas. Unternehmer wählen von 2. bis 4. März ihre Vertreter. Sonja Zwazl geht nach über 20 Jahren als Präsidentin.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:45)
Die scheidende Wirtschaftskammer-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.
Marschik

Es sind Wahlen, die nicht nur die kommenden fünf Jahre innerhalb der Wirtschaftskammer (WK) bestimmen, sondern die vor allem eine Ära beenden: nämlich jene von Sonja Zwazl als Präsidentin der WKNÖ.

An der Front des Wirtschaftsbundes, einer ÖVP-Teilorganisation, wurde sie bereits 2018 von Wolfgang Ecker als Landesobmann abgelöst, der ihr auch als WK-Präsident folgen wird. Inhaltlich will man sich hier etwa für die Absenkung von Steuern und Abgaben und die Bekämpfung des Fachkräftemangels stark machen. Wahlziel ist das Erreichen einer klaren Mehrheit und das Halten der Wahlbeteiligung.

Wirtschaftsbund NÖ-Obmann Wolfgang Ecker.
Josef Bollwein

Neben bekannten Inhalten wie der Abschaffung des Selbstbehalts bei Arztbesuchen für Unternehmer macht sich der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband für eine Wiedereinführung des Handwerkerbonus und vorsteuerabzugsberechtigte Pkw bis zu einem Wert von 40.000 Euro stark. Wahlziel sind Zugewinne.

Thomas Schaden, S. Wirtschaftsverband.
fotodelux

Die Freiheitliche Wirtschaft hingegen will mit Bürokratieabbau und der Forderung nach einer Lockerung des Rauchverbots punkten, zweistellig werden, den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband überholen und somit Platz zwei erreichen.

Robert Langthaler, Freiheitliche Wirtschaft.
FPÖ

Die Grüne Wirtschaft will Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang bringen. Außerdem macht sie mit der Forderung nach einem neuen Wahlrecht aufmerksam, durch das die Vertreter im Wirtschaftsparlament direkt gewählt werden können. Wahlziel ist es, bundesweit zweitstärkste Kraft zu werden.

August Lechner, Grüne Wirtschaft.
Fotost. Lechner

Als überparteiliche wahlwerbende Liste versteht sich die Liste der NÖ Industrie. Bis auf eine Ausnahme tritt die Liste der NÖ Industrie nur in Fachgruppen an, in denen es Friedenswahlen gibt, eine eigentliche Wahl also entfällt, weil es nur eine wahlwerbende Gruppierung gibt.

Thomas Salzer, Präsident IV Niederösterreich. 
Andi Bruckner