Unternehmer wählen ihre Vertreter. Rund 144.540 Stimmen können NÖ Unternehmer zwischen 2. und 4. März abgeben. Wahlbeteiligung lag 2015 bei 42, 6 Prozent.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 15. Februar 2020 (10:26)
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Drei Tage haben die NÖ Unternehmer Anfang März Zeit, ihre Vertreter in den jeweiligen Fachgruppen zu wählen. Nämlich von 2. bis 4. März jeweils von 8 bis 20 Uhr in insgesamt 77 Zweigwahlkommissionen.

Es können laut WKNÖ-Wahlexperte Peter Klameth alle Wahlberechtigten in allen Wahllokalen wählen – dank elektronischem Wählerverzeichnis. Man spricht bei den Wirtschaftskammer-Wahlen im Gegensatz zur Landwirtschaftskammer-Wahl, die am 1. März stattfindet, übrigens tatsächlich von Wahlen – also Mehrzahl -, weil ja in jeder Fachgruppe eine eigene Wahl stattfindet. Zumindest theoretisch, denn praktisch finden nur 71 Fachorganisationen tatsächlich Wahlen statt. In 23 weiteren Fachgruppen gibt es sogenannte Friedenswahlen – hier entfällt eine Wahl als solche, weil es nur eine wahlwerbende Liste gibt.

Heuer sind rund 105.000 Mitglieder der Wirtschaftskammer berechtigt, knapp 144.540 Stimmen abzugeben – manche Mitglieder sind ja in mehreren Fachorganisationen wahlberechtigt. „Diese Ergebnisse werden dann über die Sparten hochgerechnet und nach dem gesamten Wahlergebnis setzt sich das Wirtschaftsparlament zusammen“, erklärt Peter Klameth.

Bei der Wirtschaftskammer gibt es neben den sechs bekannten wahlwerbenden Listen (Team Wirtschaftsbund NÖ, WIRtschaftsverband NÖ, Freiheitliche Wirtschaft, Grüne Wirtschaft, Liste der NÖ Industrie, UNOS – Neos-Unternehmerisches Niederösterreich) auch sonstige wahlwerbende Listen. Etwa kandidiert in der Landesinnung der Gesundheitsberufe die „Liste unabhängiger Kontaktlinsenanpasser“. 2015 ist außerdem die Liste der NÖ Industrie ausschließlich in Fachorganisationen zur Wahl angetreten, in denen es eine Friedenswahl gab – somit entfiel auf diese Liste keine einzige Stimme, in Summe hat sie aber 44 Mandate erreicht.

Die Wahlbeteiligung bei den Wirtschaftskammer-Wahlen ist traditionell niedrig - 2015 lag sie bei 42,6 Prozent. Der Wirtschaftsbund NÖ konnte 2015 72,9 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen, der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband 11,2 Prozent, der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender 7,4 Prozent, die Grüne Wirtschaft 6,8 Prozent und die Unos 1,1 Prozent. Auf sonstige Listen entfielen 0,7 Prozent der Stimmen.