NÖ WIRTSCHAFTS-KAPITÄNE IM PORTRÄT. Alfred Wurmbrand, Geschäftsführer der Firma Würth in Böheimkirchen

Erstellt am 16. September 2012 (18:08)
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NÖN: Was ist das Geheimnis Ihres beruflichen Erfolges?

Wurmbrand: Das liegt am Unternehmen. Bei Würth hat man die Möglichkeit, viel zu erreichen, wenn man das will.

Was ist Ihnen bei der Mitarbeiterführung wichtig?
Wurmbrand: Nähe zu den Mitarbeitern und laufendes Feedback.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie zu kämpfen?
Wurmbrand: Wir merken, dass unsere Kunden immer mehr unter starkem Kostendruck stehen. Deswegen müssen wir mehr Dienstleistungen, etwa ein Inventur-Service oder Bevorratungs-Systeme, anbieten. Außerdem sind wir von der Auftragslage im Gewerbe und Handwerk abhängig. Daher würde ich Programme begrüßen, die das Handwerk beleben.

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie im Standort NÖ?
Wurmbrand: Die Übersiedelung von Wien nach Niederösterreich im Jahr 1999 konnten wir mit viel Unterstützung vom Land NÖ rasch umsetzen. Allerdings ist der Pool an qualifizierten Mitarbeitern in Niederösterreich kleiner als in Wien.
 


Ausbildung: HTL-Matura

Karriere: Einstieg bei der Firma Würth im Jahr 1989 im Bereich der Warenwirtschaft. Davor unter anderem bei Siemens in der Softwareentwicklung tätig. Seit 2000 Geschäftsführer bei Würth Österreich.

Unternehmen: Würth ist Händler von Montage- und Befestigungsmaterialien („C-Teile“) und setzte im Vorjahr 157 Millionen Euro um. Der international tätige Konzern stammt aus Deutschland. Heuer feierte Würth sein 50-jähriges Bestehen in Österreich. Die Österreichzentrale ist seit 1999 in Böheimkirchen angesiedelt. In Niederösterreich beschäftigt Würth 403 Mitarbeiter, 257 davon am Standort Böheimkirchen, der Rest arbeitet in den Kundenzentren oder im Außendienst.