Wochenende mit Staus steht bevor. Reiseprognose | Engstellen, Winterwetter, Unfälle und Baustellen könnten ab Freitag für kilometerlange Staus sorgen.

Erstellt am 28. Januar 2014 (08:00)
Droht Stau, muss eine Rettungsgasse gebildet werden: Bei stockendem Verkehr müssen daher alle Fahrzeuge, die den ganz linken Fahrstreifen befahren, so weit nach links wie möglich fahren und alle anderen so weit nach rechts wie notwendig. Der Pannenstreifen soll mitbenützt werden.
NOEN, APA/Werner Kerschbaummayr
Von Heinz Bidner

Über 430.000 Schüler aus NÖ und Wien werden an diesem Wochenende als bundesweit Erste in die einwöchigen Semesterferien starten. Zeitgleich beginnen auch in vier deutschen Bundesländern die Winterferien. Damit setzt sich traditionell eine Reisewelle in die Skigebiete in Bewegung.

Freitag liefert Vorgeschmack auf Reisewelle

„Erschwerend zur Verkehrsdichte kommen einige Baustellen und Nadelöhre, die erfahrungsgemäß immer für Probleme sorgen“, weiß Matthias Eigl vom Autofahrerklub ARBÖ. Auch sind Schneefälle prognostiziert, die zu winterlichen Straßenverhältnissen mit Unfallgefahr und zu kilometerlangen Staus führen können.

x
NOEN, APA/Werner Kerschbaummayr
„Der Freitag wird – vor allem an den Wiener Stadtausfahrten sowie in den Ballungszentren in NÖ – ab den späteren Nachmittagsstunden einen Vorgeschmack auf die Reisewelle liefern“, meint Eigl. Der Hauptreisetag dürfte wieder der Samstag sein.

Bereits ab den Vormittagsstunden kann es laut ARBÖ vereinzelt zu Staubildungen kommen. Diese könnten im Laufe des Tages im Osten Österreichs anwachsen und sich bis in die frühen Abendstunden halten.

Erste Probleme in NÖ und Wien erwartet 

In Wien werden vom ARBÖ Stauungen vor allem auf der Westausfahrt, abschnittsweise auf der Südosttangente A23 ab der Praterbrücke Richtung Süden sowie auf allen Zufahrten erwartet.

In NÖ können sich Kolonnen auf der Westautobahn A1 vor allem beim Knoten Steinhäusl, bei St. Pölten und Amstetten bilden. Auf der Donauuferautobahn A22 wird der Abschnitt Korneuburg-Stockerau dicht befahren.

Auf der Südautobahn A2 gelten der Knoten Seebenstein und der Wechselabschnitt als sensibel, auf der Semmering Schnellstraße S6 der Bereich zwischen Seebenstein und Spital/Semmering. Auch auf der Mariazeller Straße B20 kann es im Bereich Josefsberg und Annaberg zu Stauungen kommen.

Auch Verzögerungen im „deutschen Eck“

In Richtung Westen sorgen vor allem die fixen 100 km/h-Beschränkungen auf der A1 zwischen Asten und Traun sowie beim Knoten Salzburg bei Hauptreisezeiten regelmäßig für Kolonnenbildungen. „Fixe Staupunkte bilden die Tunnelportale sowohl auf der Phyrnautobahn A9 wie auch auf der Tauernautobahn A10“, sagt Eigl.

Urlauber, die entweder das kleine oder das große „deutsche Eck“ befahren wollen, sollten sich ebenso auf Verzögerungen einstellen, rät der Experte. Zusätzlich gebe es auf der Verbindung Salzburg-München auf der deutschen A8 im Bereich Grabenstätt-Schweinbach Behinderungen durch Brückenarbeiten.

An Tagesrandzeiten Staus entgehen 

Wie kann man Staus im Vorhinein ausweichen? „Aufgrund des erwarteten Reiseverkehrs sollte man bei der Hin- und Rückreise im Idealfall nicht am Samstag fahren. Da ist immer am meisten los“, meint Matthias Eigl. Er schlägt auch vor, nach Möglichkeit zu „unchristlichen Zeiten“ zu reisen. Beispielsweise also sehr zeitig in der Früh oder während der späten Abend- oder Nachtstunden.

Was sollte man vor Reiseantritt beachten? „Vor allem in der kalten Jahreszeit sollte die Autobatterie zuvor durchgecheckt werden, um ungeplante Stopps zu vermeiden“, rät Eigl. Er empfiehlt zudem, die Bordausrüstung auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Auch sollte man Decken und eine Thermoskanne mit heißem Tee mitnehmen, um nicht auszukühlen, falls man doch in einen Stau kommt und den Motor abstellen muss. Nicht vergessen sollte man auch, dass ab Samstag nur mehr die Jahresvignette 2014 gilt.