Wer investieren will, sollte bald handeln. 75 Prozent aller Niederösterreicher besitzen ein Eigenheim, die übrigen 25 Prozent zahlen Miete.

Von Caroline Ferstl. Erstellt am 04. Mai 2018 (13:45)
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Das geht aus der Wohnstudie 2018 der Erste Bank und Sparkassen hervor, für die insgesamt 900 Österreicher (100 aus jedem Bundesland) zwischen 5. und 23. März dieses Jahres befragt worden sind. Der Studie zufolge wünscht sich die Hälfte aller Niederösterreicher eine Veränderung in ihrer Wohnsituation. Jeder zweite Mieter träumt von einem Eigenheim. „Wer einen Kredit benötigt, sollte sich das derzeit niedrige Zinsniveau also noch rechtzeitig sichern“, empfiehlt Helge Haslinger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse NÖ Mitte West AG. „Analysten rechnen damit, dass ab Mitte 2019 das Zinsniveau wieder zu steigen beginnt.“ 512 Millionen Euro an Wohnbaufinanzierung haben die Niederösterreichischen Sparkassen im vergangenen Jahr vergeben. Das bedeutet ein Plus von 80 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2016.

Wohnkosten um 77 Euro höher als 2017

Die Wohnbaustudie wird jedes Jahr durchgeführt und gibt Aufschluss über das Wohnverhalten der Niederösterreicher. So umfasst ein typischer niederösterreichischer Haushalt im Jahr 2018 etwa 2,5 Personen. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 132 Quadratmeter. Damit haben die Niederösterreicher im Schnitt mehr Wohnfläche zur Verfügung als der Österreichschnitt (115 Quadratmeter) vermuten lässt. Besonders auffällig im Vergleich zur Wohnstudie 2017 sind die monatlichen Kosten: Im Durchschnitt zahlt jeder Befragte 638,30 Euro im Monat für Miete, Betriebskosten, Strom und Heizung. Das sind rund 77 Euro mehr als bei der letzten Umfrage im Vorjahr. Da waren es durchschnittlich 561 Euro pro Monat. Insgesamt sind jedoch 67 Prozent der befragten Niederösterreicher zufrieden mit ihrer derzeitigen Wohnsituation. Laut Studie steigt die Zufriedenheit im Alter. Und: Eigentümer einer Immobilie sind zudem zufriedener als Mieter.