Zentrale nach Pöchlarn. Sanierungsplan / Firmensitz in OÖ soll geschlossen werden und nach NÖ abwandern. Mitarbeiter sollen Filialen selbstständig führen.

Erstellt am 07. Juli 2013 (16:50)
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Vergangenen Donnerstag wurde von der TAP dayli Vertriebs-GmbH die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung samt Abschluss eines Sanierungsplanes eingebracht.

Das Sanierungskonzept, das vom Linzer Masseverwalter Rudolf Mitterlehner nun geprüft wird und auch der NÖN vorliegt, sieht für Österreich die folgenden Maßnahmen vor.

Fortführung. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Trotz derzeit negativer Ertragssituation soll durch wirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen der Turnaround geschafft werden. Den Gläubigern wird eine Sanierungsquote von 25 Prozent angeboten. Zu Liquidationswerten berechnet läge eine Überschuldung von 49,58 Millionen Euro vor.

Neue Zentrale. Zumal im Auslieferungslager Pöchlarn im Bezirk Melk genügend Platz ist, soll die Firmenzentrale aus Pucking (OÖ) dorthin verlegt werden. Damit sollen die Miet- und Betriebskosten reduziert werden (Daliy verfügt über keinerlei Liegenschaftsbesitz in Österreich). Das Verteilzentrum im steirischen Gröbming soll ebenfalls geschlossen werden. Unterm Strich soll das drei Millionen Euro Kostenersparnis pro Jahr bringen.

Schließungen. Ertragsschwache Filialen sollen geschlossen werden. Bei den verbleibenden Standorten soll es Restrukturierungen hinsichtlich Personal und Mietkosten geben. Details werden dabei nicht angeführt.

Franchisemodell. Den Mitarbeitern der bestehenden und bereits geschlossenen Filialen soll ein Franchiseangebot unterbreitet werden. Sie sollen die Standorte demnach selbstständig führen und auf eigene Kosten auf das neue Dayli-Konzept umstellen. Die Preisbasis für die Warenlieferungen wird mit zehn Prozent über dem Einstandspreis bei Dayli angesetzt. Für Marketing und Werbung wird eine Lizenzgebühr von fünf Prozent des Umsatzes fällig.