Land NÖ: Neuer Raum für Forschung und Wirtschaft. Forschern und jungen Startups aus dem Biotechnologie-Sektor vermietet das Land NÖ freie Labor- und Büroflächen in Tulln, Klosterneuburg und Seibersdorf. Das lässt sich das Land 136 Millionen Euro kosten.

Von Norbert Oberndorfer. Erstellt am 26. November 2020 (12:08)
Symbolfoto - Laborarbeit
FH Tulln/Hinterramskogler

Eine virtuelle Baustellenführung über eine Onlineplattform: Martin Steuer, Geschäftsführer am Technologie- und Forschungszentrum Tulln (TFZ), zeigt über sein Handy die fortgeschrittene Baustelle des "Objekt D", in dem bis Weihnachten auf 2.300 Quadratmeter neue Büro- und Laborflächen entstehen sollen. Das schafft neuen Raum für Biotechnologie-Firmen wie Oxford Antibiotic Group, LifeTec Solutions, Procomcure und Valdospan.

Digitalisierungs- und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) und Helmut Miernicki, Geschäftsführer der ecoplus NÖ- Wirtschaftsagentur GmbH.
NLK Filzwieser

„Die NÖ-Technologie- und Forschungszentren setzen wichtige Impulse für die gesamte Region – so wird die Wertschöpfung gestärkt und zukunftsweisende Arbeitsplätze in der Forschung in Niederösterreich geschaffen“, heißt es von Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) in einer Aussendung der ecoplus.

Am TFZ.Standort Tulln, wo auch das "Haus für Digitalisierung" entsteht, wurden 12 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Interessierte Tech-Unternehmen und Startups sollten "schnell sein", rät Danninger, "70 Prozent des neuen Objekts sind bereits vermietet."

Im IST-Campus in Maria Gugging bei Klosterneuburg ist eine kleine Baustelle mit Symbolcharakter noch über: Die Brücke über die B14, die den Campus mit dem Technologiepark verbinden wird. Im Park sind Spinoffs, "Ausgründungen" aus dem Forschungscampus angesiedelt. "Es ist uns wichtig, dass die neuesten Forschungsergebnisse den Weg in die Wirtschaft schaffen", sagt Landesrat Danninger. Die Brücke eines preisgekrönten, spanischen Architekturbüros sei Sinnbild dafür.

Förderung von Forschung und Entwicklung in NÖ 

Seit 1999 hat das Land NÖ mehr als 136 Mio. Euro in über 40.000 Quadratmeter vermietbare Labor- und Büroflächen gesteckt. Projektierte ecoplus-Spezialimmobilen werden erst ab einer Mindestauslastung von 50 Prozent gebaut, so Danninger.

An den drei Standorten Tulln, Klosterneuburg und Seibersdorf seien noch ausreichend Labor- und Büroflächen für Forschungsinstitute oder Unternehmen vorhanden.

Der Technopol Tulln zählt zu den international anerkanntesten Forschungszentren im Bereich biobasierter Technologie. Im IST Park Klosterneuburg finden Startups sowie forschungs- und technologieorientierte Unternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen vor – hier stehen bezugsfertige Labore mit neuer Ausstattung sowie Coworking-Desks zur Verfügung.

Das TFZ Seibersdorf bietet maßgeschneiderte, individuell teilbare Räumlichkeiten – errichtet nach modernsten bauökologischen Prinzipien., heißt es der Aussendung.

Mieter sind das "Who-is-Who"

„Die Mieter in den Flächen sind das who-is-who", sagt Helmut Miernicki, Geschäftsführer der ecoplus NÖ-Wirtschaftsagentur, "unsere Standorte strahlen weiter darüber hinaus". Eine laufende Modernisierung und Erweiterung der Standorte sei der ecoplus ein "besonders Anliegen", um Forscherinnen und Forschern ein Arbeitsumfeld zu bieten, dass sie "bestmöglich" unterstützt.

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