Geschäfte ohne Schalter: Online-Angebot wurde ausgebaut. Die Raiffeisenbank NÖ-Wien baut ihr Online-Angebot aus. Per App können Sofortkredite beantragt werden.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 27. Februar 2018 (02:15)
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95 Prozent der 970.000 Raiffeisen-Kunden in NÖ wickeln Bankengeschäfte digital ab. Bestehende Online-Produkte wie Kredite und Leasing wurden nun um ein weiteres ergänzt: Online-Sofortkredite. Bis zu 4.000 Euro können künftig per Banken-App als Online-Sofortkredit beantragt werden. Der Kunde hat das Geld binnen Minuten auf seinem Konto – vorausgesetzt, er verfügt über regelmäßige Einkommen auf sein Girokonto und ist bereits Kunde.

„Mit diesem Angebot wollen wir Kredite im Retailmarkt zurückholen“, so RLB-Generaldirektor-Stellvertreter Georg Kraft-Kinz, „da Unternehmen wie MediaMarkt ihren Kunden mittlerweile ebenso Kredite anbieten.“ Man strebe mit den neuen Angeboten auch nach Neukunden. Warum diese mit Direktbanken nicht besser bedient wären?

"Regionalität und Digitalisierung schließen sich nicht aus"

„Bei uns bekommt man noch persönliche Beratung, wenn man das möchte“, so Kraft-Kinz. Viele Kunden, die sich online über Angebote informieren, würden die Geschäfte doch lieber noch beim Berater in der Filiale abschließen. Aktuell seien es nur elf Prozent der Kunden, die ihre Geschäfte vollständig online tätigen würden.

„Regionalität und Digitalisierung schließen sich nicht aus“, so Kraft-Kinz. Das Risiko durch die neuen Online-Produkte sei für die Bank „unbedeutend, die Beträge sind überschaubar“.