"Wirtschaft und Arbeit": Qualifikation im Fokus. Die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die Bedürfnisse der Wirtschaft zu analysieren und Maßnahmen zu fixieren ist Ziel des Dialogs "Wirtschaft und Arbeit" zwischen Politik, Sozialpartnern und Unternehmen in Niederösterreich. Es gehe darum, Arbeitsplätze zu schaffen, und die richtigen Qualifikationen und Kompetenzen auszubilden, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. September 2017 (16:31)
NLK Pfeiffer
Bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Dialog „Wirtschaft und Arbeit“ in Rückersdorf-Harmannsdorf: Arbeiterkammer-Präsident Markus Wieser, Landesrätin Petra Bohuslav, AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler, Landesschulratspräsident Johann Heuras, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Barbara Schwarz, Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl, Landesrat Karl Wilfing und IV-Präsident Thomas Salzer (v.l.n.r.)
Bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Dialog „Wirtschaft und Arbeit“ in Rückersdorf-Harmannsdorf: Arbeiterkammer-Präsident Markus Wieser, Landesrätin Petra Bohuslav, AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler, Landesschulratspräsident Johann Heuras, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Barbara Schwarz, Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl, Landesrat Karl Wilfing und IV-Präsident Thomas Salzer (v.l.n.r.)
 

Der Fachkräftemonitor sei dabei ein wichtiger Indikator. "Bis zum Jahr 2030 fehlen uns 1.900 Fachkräfte im Bereich der Gastronomie im Tourismus", sprach Mikl-Leitner bei der zweiten Auflage des Treffens von einer großen Herausforderung.

Laut Aussendung des Landespressedienstes wurden vier Maßnahmen beschlossen: Mit der Initiative "Lehre goes digital" soll die Kompetenz Digitalisierung bei den Berufsschülern gestärkt werden. Dafür stelle das WIFI der Wirtschaftskammer NÖ Experten zur Verfügung, im Dezember will man bereits die ersten Zertifikate überreichen. Weiters soll die Qualifizierungsoffensive "Future of Production", in der es um digitale Kompetenz von Beschäftigten in Betrieben gehe, landesweit ausgerollt werden.

Insgesamt seien bereits 250 Seminare gebucht worden. In einer neuen Plattform für Bildung, Forschung, Arbeit und Wirtschaft werden alle Stakeholder vertreten sein. Der "Begabungspass neu" soll den Talentecheck und die Potenzialanalyse für Jugendliche - an einem Tag im WIFI - zusammenführen.

Verstärkte Berufsorientierung gewünscht

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl verwies darauf, dass sich Jugendliche laut Umfragen verstärkte Berufsorientierung an den Schulen wünschen würden: "Wir wollen die Drop-outs an den Schulen vermeiden und dementsprechend beraten." Die Drop-out-Rate an den AHS liege bei über 20 Prozent, jene bei der Lehre bei sechs Prozent. Man müsse alle Initiativen unterstützen, die das Image der Lehre heben, meinte Zwazl.

AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler sprach von einer "deutlichen Konjunkturbelebung" und einer "proportional dazu steigenden Beschäftigungszahl", gleichzeitig aber auch von einer "zunehmend steigenden Arbeitskräftenachfrage". Es sei dafür zu sorgen, das Qualifikationsniveau insgesamt zu erhöhen. "Wir müssen die Menschen mitnehmen, die schon in Arbeit sind", betonte AKNÖ-Präsident Markus Wieser (Arbeiterkammer), dass die duale Erstausbildung dabei für die Weiterbildung ein Vorbild sein sollte.