EVN verbucht Verlust. Energiekonzern verbucht in ersten drei Quartalen ein Minus wegen Abschreibungen. In NÖ soll kräftig investiert werden.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 01. September 2014 (09:35)
NOEN, EVN

Der börsenotierte Energieversorger EVN aus Maria Enzersdorf hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wie erwartet einen Verlust eingefahren. Das Konzernergebnis lag nach 170,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum damit bei minus 44,7 Millionen.

Die Umsatzerlöse sanken zudem um 8,7 Prozent auf rund 1,51 Milliarden Euro. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen neben wärmeren Temperaturen vor allem die Probleme in ihren Märkten Bulgarien und Mazedonien. Dort kämpft der Konzern mit den Änderungen der Stromtarife durch die Regulierungsbehörden, was auf das Kostengefüge schlägt. Wertminderungen der Firmenwerte, Vermögensgegenstände und Kundenstöcke sind die Folge.

Verlust auch für Jahresergebnis erwartet

Angesichts dieser Entwicklungen rechnet der Energiekonzern auch für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. September endet, mit einem Verlust. Da die Wertminderungseffekte nicht zahlungswirksam sind, erwartet die EVN (51 Prozent gehören dem Land NÖ) keinen Einfluss auf die Dividendenzahlung.

„Operativ arbeiten wir in beiden Ländern positiv“, sagt EVN-Sprecher Stefan Zach. Es werde nun aber länger dauern, bis das dort investierte Geld zurückverdient wird. Auswirkungen auf die Kunden in NÖ gebe es durch den Konzernverlust nicht, versichert Zach. Zudem soll in NÖ in den nächsten vier Jahren eine knappe Milliarde Euro investiert werden: 650 Millionen Euro in die Strom- und Gasnetze, 120 Millionen in die Naturwärme, 140 Millionen in die Windenergie und 50 Millionen in die EVN Wasser.

Mit Oktober will die EVN zudem die Strompreise im Schnitt um 4,5 Prozent senken. Ein durchschnittlicher EVN-Kunde mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden erspart sich demnach 32 Euro.