FC-Sturm 19: Ein (wehmütiger) Rückblick. Im Stadtmuseum St. Pölten findet unter dem Titel "Sturm 19- Geschichte einer Legende" eine Ausstellung über den FC-Sturm 19, inklusive eines spannenden Begleitprogramms statt.

Erstellt am 25. Februar 2021 (10:05)
Stadtarchiv St. Pölten

Die Geschichte des Fußballvereines FC-Sturm 19 begann bereits im Jahre 1915, als fußballbegeisterte Jugendliche, die in der Zehn-Häuser- Wohnanlage (Arbeiterwohnhaus der Glanzstoff. A.G.) wohnten, den Fußballverein Austria Neuviehofen gründeten. In den ersten Jahren stammten sämtliche Funktionäre und Spieler aus dem oben genannten Wohnbau. Im Jahre 1919 wurde der Fußballklub in ASV Sturm 19 umbenannt. Sturm 19 war der erste Arbeiter-Fußballverein in St. Pölten und spielte bis 1932 in der Liga des VAFÖ-West (Verband der Arbeiterfußballer Österreichs), dem proletarischen Gegenstück zum bürgerlichen ÖFB, wobei er viermal Meister wurde. In den ersten Jahren verfügte Sturm 19 über keinen eigenen Platz und trug seine Spiele in Wagram auf der sogenannten Damisch-Wiese (heute Parkplatz-Traisenbrücke) aus. Bürgermeister Hubert Schnofl verhalf mithilfe der Stadt dem ASV Sturm 19 zu seinem, bis zum Ende des Vereinslebens bespielten Platz. Untrennbar sind diese Jahre mit dem Namen Franz „Bimbo“ Binder verbunden, dem legendären „Rapidler“, der natürlich auch aus den Zehn-Häusern stammte und mit 15 Jahren seine Fußballer-Kariere bei Sturm 19 begann.

Der FC Sturm 19 erlebte in seiner rund hundertjährigen Geschichte zahlreiche Höhen und Tiefen. So stieg er noch in der Saison 2007/2008 in die erste Landesliga auf. In der darauffolgenden Saison musste Sturm 19 jedoch aus finanziellen Gründen in die 2. Klasse Traisental zwangsabsteigen. Der letzte große Event des FC Sturm 19 fand am 12. Oktober 2013 statt, als im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen Rapid Wien die Umbenennung des Sportplatzes, in Franz-Bimbo-Binder-Sportanlage stattfand. Im September 2016 wurde der Spielbetrieb eingestellt.

Im September letzten Jahr beschloss der St. Pöltner Gemeinderat, die Beauftragung zu einer Gestaltungskonzeption bezüglich der Umgestaltung des ehemaligen Fußballplatzes einschließlich der anschließenden Grünfläche, in einen öffentlichen Park. Im selben Monat startete die Stadt einen öffentlichen Aufruf, Ideen zur Namensgebung einzubringen. Unter den eingelangten Ideen fiel die endgültige Entscheidung auf Sturm-19- Park.

Aus diesem Anlass findet im Stadtmuseum St. Pölten, Prandtauerstraße 2, unter dem Titel: Sturm 19- Geschichte einer Legende, eine Ausstellung über den FC-Sturm 19, inklusive eines spannenden Begleitprogramms statt.

Die Ausstellung wird am 10. März 2021 um 18 Uhr mittels Life-Stream durch Bürgermeister Mag. Matthias Stadler eröffnet und ist bis zum 6. Juni zu sehen. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte per E-Mail unter: kultur@st-poelten.gv.at. Sie bekommen rechtzeitig einen Link für die Teilnahme zugeschickt

Aufgrund der aktuellen Situation wird das Begleitprogramm ebenfalls virtuell stattfinden. Informationen hierzu finden sie auf der Museums-Homepage: www.stadtmuseum-stpoelten.at

Da das Begleitprogram als Work-in-Progress gestaltet ist, lohnt es sich regelmäßig auf der Museums-Homepage vorbei zu sehen.

Ausgewählte Fotos der Ausstellung finden sie auch auf der Seite der Topothek St. Pölten: https://stpoelten.topothek.at/unter dem Suchbegriff „Sturm 19“.

 Als besonderes „Zuckerl“ erhalten die ersten 50 Besucher der Ausstellung an der Museumskassa einen original Sturm-19-Kugelschreiber.