Die NÖN auf Talentesuche im Bezirk Tulln. Auch heuer wird wieder die tollste Performance des Landes gesucht. Im Bezirk Tulln begeisterten vier Kandidaten die Jury und schafften den Einzug in die nächste Runde.

Von Helga Urbanitsch und Thomas Török. Erstellt am 10. August 2020 (15:35)

Coronabedingt startete das begehrte Event-Spektakel „Die NÖN sucht das größte Talent“ ausnahmsweise mit den Casting-Terminen erst jetzt im Sommer. Kleine Abstriche müssen gemacht werden: „Normalerweise sage ich zu den Teilnehmern, dass sie möglichst viele Freunde und Bekannte zur Show mitbringen sollen, jetzt dürfen es nach heutigem Stand nur maximal zehn Leute sein“, erklärte Moderator Andy Marek. Trotzdem gab es viele motivierte Bewerber, die zu den Casting-Terminen kamen.

In Tulln schaffte es die 16-jährige angehende Kindergartenpädagogin Jasmin Moser mit „Control“ und „Riptide“ in die nächste Runde. „Du hast deine Sache sehr gut gemacht“, lobte Marek die Schülerin. Zu den Hobbys der jungen Pfadinderin zählen Klavier und Gitarrespielen. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gerne Dodgeball.

Beim Casting in Klosterneuburg überzeugten drei Künstler. Marek: „Aus den vielen Teilnehmern haben es diese drei geschafft. Alle drei haben das Zeug dazu, bei unserem Showformat weit zu kommen.“ Alle drei Teilnehmer sind sehr unterschiedliche Charaktere: Verena Schneeberger, 20, Studentin, begeisterte die Jury mit ihren souligen Darbietungen von Bee Gees‘ „How Deep Is Your Love“, „Something’s Got a Hold On Me“ von Christina Aguilera und „Feeling Good“ von Nina Simone. Neben ihrer tollen Gesangsstimme gewann sie auch mit ihrem steirisch-kärntnerischem Charme die Jury für sich.

Ein Kandidat, der für Abwechslung sorgte, war der 57-jährige Roman Kirschenhofer mit seiner „Sechswender“- Mundharmonika. Er spielte „Wonder of You“ von Elvis Presley sowie den Kelly Family-Hit „An Angel“. „Bei Dieter Bohlen hat mit Michael Hirte vor Jahren auch schon einmal jemand mit Mundharmonika den Sieg holen können“, zieht Andy Marek den Vergleich zu dem deutschen Supertalent von 2008.

Eine besonders tolle Performance konnte die erst 15-jährige Isabella Schmied hinlegen. Die Schülerin war vor drei Jahren bereits Finalistin beim Kiddy Contest. Die auf den ersten Blick etwas schüchtern wirkende Schülerin legte einen Profi-Auftritt hin, bei dem sie sogar mit einer Eigenkomposition aufwarten konnte. „Mit ‚Don’t Care‘ habe ich ein Lied geschrieben, mit dem ich mir nach einigen Reaktionen auf meinen Kiddy Contest-Auftritt in der Schule selbst Mut machen wollte“, erzählt Isabella vom Hintergrund ihres Songs.

„Wir suchen das größte Talent Niederösterreichs, egal ob alt oder jung. Es soll allen eine Möglichkeit geboten werden, um auf die Bühne zu kommen“, so Andy Marek. Jedes Jahr gibt es bei „NÖN sucht das größte Talent“ rund 800 Bewerber.