1.000 Unterschriften gegen Kunst-Abzug. Michaela Steiner freut sich über die vielen Unterstützer, Lothar Fiedler darüber, dass Landeshauptmann positive Signale setzt.

Von Mario Kern. Erstellt am 23. Juni 2014 (07:40)
Lothar Fiedler über sein Treffen mit Landeshauptmann Erwin Pröll: „Er versteht unsere Bedenken und hat klargestellt, dass ein vollständiger Abzug der Kunstwerke aus dem Museum nicht geplant war.“
NOEN, J.Burchhart
Dass die Landeskunst im Landesmuseum bleibt und nicht in die für Krems geplante Landesgalerie abwandern soll, ist unter anderen Höfefest-Erfinderin Michaela Steiner ein großes Anliegen. Das ist so groß, dass sie vor gut einem Monat begonnen hat, Unterschriften zu sammeln (die NÖN berichtete). Der persönliche Einsatz habe sich bewährt, so Michaela Steiner im NÖN-Gespräch: „Vor zehn Tagen waren es noch 500, jetzt sind es bereits über 1.000 Unterschriften. Immer mehr Menschen werden darauf aufmerksam.“

Zukunft der Landeskunst im Landesmuseum diskutiert

Für Steiner ein Zeichen, dass „eine breite Bürgerbewegung“ im Entstehen sei, die sich für den Verbleib der Kunstwerke im Museum stark mache. „Verschiedenste kulturaffine Bürger, Wirtschaftstreibende, Künstler, Ärzte, ehemalige Landesbeamte haben bei mir unterschrieben.“ Sie mache weiter, so Steiner, solange es ihr Spaß mache.

Ein weiterer Grund zur Freude ist für Michaela Steiner das Treffen von Förderverein-Kulturbezirk-Obmann Lothar Fiedler und Landeshauptstadt-Planer Norbert Steiner mit Landeshauptmann Erwin Pröll: In der Vorwoche waren alle drei, gemeinsam mit Kulturbeamten des Landes, zusammengekommen, um über die Zukunft der Landeskunst im Landesmuseum zu diskutieren.

„Landeskunst wird nicht  gänzlich abgezogen“

„Der Grundsatzbeschluss des Landtages, die Kunstsektion des Museums nach Krems zu verlagern, bleibt natürlich aufrecht“, erzählt Lothar Fiedler nach dem Treffen. Gegen eine Aufwertung der Kultur in Krems habe er nichts, nur dagegen, dass die Landeskunst gänzlich aus dem Museum abgezogen werden soll. „Allerdings hat der Landeshauptmann erfreulicherweise betont, dass die Bildkunst nicht vollständig geht. Daran halten wir uns, von uns wird es nach dem Gespräch keine großen Proteste geben.“

Zudem sei verlautbart worden, dass 2017 das „Haus der Geschichte“ in St. Pölten vor der Landesgalerie eröffnet werde und dass Pröll den Förderverein nach der Ausarbeitung eines Fachkonzeptes informieren werde, freut sich Fiedler über das positive Treffen.