Pielachtal: Warten auf PCR-Tests, Unsicherheit in Betrieben

Antigen-Tests als Nachweis laufen aus. Einen PCR-Test zu bekommen ist derzeit aber noch eine große Herausforderung.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:06
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Im PVZ St. Pölten muss man aktuell mit einer Wartezeit von zwei Wochen rechnen, wenn man einen PCR-Test haben möchte. Foto: PVZ/Julia Marouschek
Foto: NOEN

1.415 positive Corona-Fälle gibt es aktuell im Bezirk St. Pölten und insgesamt 1.872 Absonderungen. „Es ist massiv, jeden Tag kommen über 100 Fälle dazu“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Die neuen Bestimmungen werden streng kontrolliert, es gebe diesmal auch keine Abmahnungen, sondern es wird „ohne Wenn und Aber“ angezeigt.

Die Zahlen im Bezirk steigen, 3G am Arbeitsplatz soll diese wieder eindämmen. Die ab 15. November geforderten PCR-Tests sind jedoch schwer zu beschaffen, wie zahlreiche Anrufe in der Redaktion zeigen. Das bestätigt auch der Allgemeinmediziner Rafael Pichler aus dem PVZ St. Pölten: „Die Nachfrage ist enorm. Wir sind bereits für über zwei Wochen ausgebucht.“

Teich-Kritik: „Zu wenig PCR-Testkapazitäten vorhanden“

Rund 1.500 PCR-Tests können dort pro Woche durchgeführt werden. Es gebe sogar Anfragen von Firmen, die eine betriebsinterne Lösung für die PCR-Tests finden wollen. Eine solche Lösung hat auch die Firma Egger: Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich vor Ort im Betrieb kostenlos einem PCR-Test zu unterziehen.

„Bisher haben wir in unserem Betrieb immer strengere Maßnahmen als vorgeschrieben waren angewandt, die die Mitarbeiter dankenswerterweise sehr konsequent mitgetragen haben“, so Frank van der Heijden und Reinhard Grießler, Geschäftsführer von Egger Getränke.

In der Firma Styx in Ober-Grafendorf gab es bisher eine Teststraße. Um die später geforderten PCR-Tests müssen sich die Arbeitnehmer selbst kümmern. „Wir haben eine Impfquote von 70 Prozent, allein in der Vorwoche haben sich wieder einige impfen lassen“, sagt Wolfgang Stix. Der immense Druck werde das Problem lösen.

Beim größten Arbeitgeber der Region Constantia Teich werden stichprobenartig Kontrollen durchgeführt. Es wird zunehmend schwieriger für Personen, die auf PCR-Tests angewiesen sind, rechtzeitig Termine zu bekommen. „Es sind grundsätzlich zu wenig PCR-Testkapazitäten vorhanden“, kritisiert man im Unternehmen.

Lackner von XXXLutz: „Wurden bisher kaum informiert“

Auch bei XXXLutz in St. Pölten weiß man noch nicht, wie es mit den PCR-Tests laufen soll. Bisher gab es eine Teststraße. 20 Prozent der Mitarbeiter seien nicht geimpft. „Ich gehe davon aus, dass sich die Politik eine Lösung dafür überlegen wird. Wir wurden bisher kaum informiert“, so Geschäftsführer Martin Lackner.

Über eine hohe Impfquote bei den Sparkasse-Mitarbeitern freut sich Thomas Zauchinger vom Krisenstab. In der Einführung von PCR-Test als Notwendigkeit sieht er jedoch eine Herausforderung: „Das Angebot muss massiv ausgebaut werden. Erst wenn die Tests flächendeckend verfügbar sind, ist das machbar.“

Auch bei der Raiffeisenbank Region St. Pölten ist ein Großteil der Mitarbeiter geimpft. „Dies gestaltet auch den Arbeitsaufwand der laufenden Testkontrolle der intern Ungeimpften für uns wesentlich einfacher“, berichtet Marketing-Experte Peter Krall, der auch betont, dass die Gesundheit der Kunden und der Mitarbeiter im Vordergrund stehe.

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