Organisation Rainbows hilft Kindern weiter. Wenn Eltern sich trennen hilft die Organisation Rainbows im Pielachtal Kindern in dieser schweren Zeit. Betroffene Mutter erzählt über den Nutzen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 09. September 2020 (04:20)
Spielerisch erarbeiten die Mitarbeiter von Rainbows mit Kindern die neue Familiensituation nach Trennungen oder Verlust eines Angehörigen.
Leonhardsberger

Wir hatten uns getrennt und 14 Tage später hatte mein Mann einen Verkehrsunfall. Das war nicht nur für ihn, sondern auch für unsere Kinder ein einschneidendes Ereignis“, erzählt eine dreifache Mutter aus dem Pielachtal. Der Papa lebte nicht mehr bei ihnen zu Hause und im Spital war er dann auch noch.

„Ich wollte meinen Kindern diese neue Situation erleichtern und greifbarer machen“

Sechs Jahre war die 33-Jährige mit ihrem 35-jährigen Partner in ihrer zehnjährigen Beziehung verheiratet. Die gemeinsamen Kinder sind erst zwei, fünf und sechs Jahre alt. An die neue Lebenssituation mussten sich alle erst gewöhnen. „Vor allem meine Tochter hat darunter gelitten“, weiß die Pielachtalerin. Durch Zufall entdeckte sie im Kindergarten einen Folder der Organisation „Rainbows“.

Diese hilft „Kindern in stürmischen Zeiten“, also bei tief greifenden Ereignissen wie Trennung der Eltern oder auch Verlust eines lieben Angehörigen. „Ich wollte meinen Kindern diese neue Situation erleichtern und greifbarer machen“, erzählt sie, warum sie auf das Angebot von „Rainbows“ zurückgriff.

Zuerst standen Elterngespräche an, der Ex-Partner wurde miteinbezogen. „Diese waren wichtig. Man bekommt Tipps für eine gute Gesprächsbasis. In solchen Situationen ist es für Eltern nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden“, weiß sie. Die Kinder erfuhren in gruppendynamischen Spielen, wie sich Familiensituationen ändern können. „Sie haben gesehen, dass es auch andere Kinder gibt, deren Eltern sich getrennt haben. Das hat es ihnen leichter gemacht“, sagt sie. Sie kann betroffenen Eltern das Angebot nur weiter empfehlen.

Umfrage beendet

  • Macht bei Trennung der Eltern externe Hilfe für Kinder Sinn?