Trübung in Kirchberger Trinkwasser war nur Sauerstoff. Milchiges Trinkwasser entstand durch technisches Problem.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:45)
Im Trinkwasser wurde wieder ein Keim entdeckt, das Abkochen bei Verwendung als Lebensmittel ist damit weiterhin wichtig.
Shutterstock/luchschenF

Trüb kam auf einmal das Wasser in Kirchberg aus der Leitung. Die Bedenken wegen der Qualität war groß, auch in der Redaktion trudelten Anfragen ein.

Die anscheinend harmlose Lösung des Rätsels: „Es handelt sich um eine Anreicherung von Sauerstoff im Wasser. Das macht den Anschein, dass das Wasser mindere Qualität hat. Dies ist aber nicht der Fall“, beruhigt der Kirchberger Bürgermeister Franz Singer. Grund für die Sauerstoff-Anreicherung sei ein technisches Problem bei den Pumpen.

„Es könnte aufgrund des niedrigen Wasserstandes Luft eingesogen worden sein“, erklärt Singer. Schon im letzten Jahr war es einmal zu solchen Trübungen durch überschüssigen Sauerstoff gekommen. So etwas könne leider immer wieder vorkommen, meint Singer. Derzeit wird jedoch geprüft, ob es digitale Nachrüstungsmöglichkeiten gibt, um solche Probleme schon vorab zu beheben. „Wir schauen uns die Sache genau an und werden gegebenenfalls auch wieder einen Test zur Wasserqualität durchführen lassen“, führt der Kirchberger Bürgermeister aus.

Rund 600 Kubikmeter pro Tag benötigt

Kirchberg wird von zwei unabhängig voneinander betriebenen Brunnenanlagen im Freizeitzentrum von Kirchberg mit Trinkwasser versorgt. Zusätzlich gibt es in der Gemeinde zwei Hochbehälter mit einem Gesamtfassungsvermögen von 1.200 Kubikmeter Wasser. Jener am Kirchenberg speichert 200 Kubikmeter und der zweite am Schlosskogl 1.000 Kubikmeter. Damit steht eine Wasserreserve für rund zwei Tage zur Verfügung. Der Durchschnittsverbrauch aus der öffentlichen Wasserversorgungsanlage beträgt in der Marktgemeinde rund 600 Kubikmeter Wasser pro Tag. Die Versorgung sei grundsätzlich gesichert.

„Wir mussten aber feststellen, dass der Wasserspiegel in den beiden Brunnen in den letzten Jahren gesunken ist. Nach derzeitigem Stand sind aber keine Notmaßnahmen erforderlich“, stellte Bürgermeister Franz Singer schon im Vorjahr fest.