Kampf dem Springkraut im Pielachtal. Kirchbergs FP-Gemeinderat Wilhelm Weinmeier schlägt ein Leader-Projekt gegen die weitere Ausbreitung der eingeschleppten Pflanze im Tal vor.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 29. August 2017 (05:40)
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Das indische Springkraut breitet sich auch entlang der Pielach immer weiter aus.

Hübsch anzusehen ist es ja, das indische Springkraut, allerdings eine Gefahr für die heimische Vegetation, das ist weithin bekannt. „Besonders im Spätsommer zeigt sich die Überhandnahme des indischen Springkrauts besonders stark“, darauf weist der Kirchberger FP-Gemeinderat Wilhelm Weinmeier hin.

Die aus dem Himalaya eingeschleppte Pflanze sei mit ihren riesigen Halmen und hellrosa Blüten im gesamten Verlauf der Pielach unübersehbar, weil sie heimische Pflanzen verdrängt hat. „Ich fordere daher ein entschlossenes Vorgehen gegen diese schädliche Veränderung der Natur“, so Weinmeier. Er schlägt eine gemeinsame Aktion aller Pielachtalgemeinden vor.

Projekt soll Ausbreitung stoppen

Gemäß den Aktionsfeldern von LEADER wäre es eine klassische Aufgabe der LEADER-Region, hier ein Projekt zu starten, ist der Gemeinderat überzeugt. LEADER-Regions-Obmann Anton Gonaus hat ein offenes Ohr für die Anregungen Weinmeiers. „Bisher hatten wird das noch nicht angedacht, aber es wäre eine Überlegung wert“, so Gonaus. Er selbst habe auf seinem Grund entlang der Pielach das Springkraut vor der Blüte zur Gänze abgemäht. „Jeder Bürger könnte die Pflanzen auf seinem Grund ausreißen oder abmähen“, schlägt Gonaus außerdem vor.

 „Jeder Bürger könnte die Pflanzen auf seinem Grund ausreißen oder abmähen.“ Anton Gonaus, Leader-Obmann

Auch der Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Kurt Wittmann sieht das Springkraut als Problem, das aber ganz Österreich betrifft. „Gegen diesen Neophyten kann man auch im kleinen etwas tun, zum Beispiel ihn vor der Blüte entfernen“, so Wittmann. Auch er sieht das Problem eher als LEADER-Projekt und schlägt außerdem vor, für die Arbeiten Arbeitslose einzusetzen. „Es wäre verantwortungslos, noch länger zuzuwarten. Wir wollen die Natur entlang der Pielachufer in ihrer bisherigen wunderschönen Form erhalten“, appelliert Weinmeier.

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