Neues Gemeindeportal entsteht in Ober-Grafendorf. Eintrittsbereich und Kirchenplatz werden gemeinsam neu gestaltet. Unvorhersehbarer Ausbesserungsbedarf führt zu Mehrkosten. Beschluss nach Abschluss.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 15. April 2021 (04:45)
So wird der neue Eingangsbereich für das Gemeindeamt aussehen.
schumacher.schindl.freiß Landschaftsplanung, DI Georg Schumacher

Der erste Bauabschnitt im Rahmen der Neugestaltung des Zentrums von Ober-Grafendorf ist beinahe fertig. Das Gemeindeamt bekommt ein richtiges Eingangsportal und soll so künftig auch von Ortsunkundigen als öffentliches Gebäude erkannt werden.

Über Zugangsmöglichkeiten von drei Seiten, zudem barrierefrei über eine Rampe, erreichen die Besucher bald das neue Podest vor dem Haupteingang des Gemeindeamtes, das diesen zusätzlich betonen soll. „Auch das Umfeld wird attraktiver: Fußgänger genießen mehr Bewegungsfreiheit auf breiteren Gehsteigen, Grünflächen und ein Platzbaum verleihen neue Farbe und Leben“, heißt es von schumacher.schindl.freiß Landschaftsplanung. Hinter dem Gemeindeamt wird ebenso gearbeitet. Dort sorgt die Neugestaltung für eine/n angenehmere/n Zugang und Zufahrt zum Kirchenplatz. Modelliert wird der Platz mit einem Belag, der eine Rasterstruktur erkennen lässt.

Gemeinde rechnet mit Mehrkosten

„Mit der Neugestaltung wird auch die Kurve vorne verändert und soll künftig auch mit dem Lkw passierbar werden“, erklärt Amtsleiter Gottfried Berndl. Damit das möglich wird, müssen die vier Parkplätze direkt vor dem Gemeindeamt weichen. Stattdessen soll es in weiterer Folge des Projektes einen Parkstreifen auf der gegenüberliegenden Seite geben.

Weil etwa der Untergrund bei der Kirche unvorhersehbar ausgetauscht werden musste, rechnet die Gemeinde jetzt mit Mehrkosten. „Es war erdig und schlammig und musste neu befestigt werden“, weiß Bürgermeister Rainer Handlfinger. Der Grund dafür sei, dass die Dachrinnen nicht an den Kanal angeschlossen waren, sondern das Wasser auf den Boden gelenkt wurde. „Damit wurde das Mauerwerk unter Wasser gesetzt“, sagt Handlfinger. Nun wurde der Kanal neu gelegt und die Dachrinnen dementsprechend angeschlossen. Die Mehrkosten sollen im Gemeinderat beschlossen werden, sobald die Baustelle abgeschlossen ist. Handlfinger rechnet mit Kritik von den anderen Parteien.