Ober-Grafendorfer Familienbetrieb ist 50 Jahre

Familie Ettl blickt auf spannende Zeit mit Höhen und Tiefen zurück. Kompetenz und Beratung seien Stärke.

Bernhard Burmetler Erstellt am 18. September 2021 | 03:57
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Hermine, Fritz und Fritz senior Ettl vor ihrem Geschäft.
Foto: Burmetler

Sie hat seit einem halben Jahrhundert Tradition in Ober-Grafendorf: die Fleischhauerei Ettl. Am 1. September 1971 öffnete sie ihre Pforten. Die Familie blickt auf bewegende 50 Jahre zurück. „Ich hatte immer im Kopf, selbst eine Fleischerei zu eröffnen. Damals war ich auf Saison in Gresten und der Gewürzvertreter Starkmann empfahl mir, die Fleischerei Popp in Ober-Grafendorf anzusehen“, erinnert sich Fritz Ettl senior, der geborener Welser ist.

Supermärkte machten Betrieb zu schaffen

Bis 1978 pachtete die Familie den Betrieb, bis sie ihn schließlich kaufte. Dann folgte der erste Umbau. Die Betriebsstätte wurde komplett erneuert und wirtschaftlich gesehen hat sie sich sehr gut entwickelt. 1992 stieg der heutige Chef, Fritz Ettl, ein. „Ich habe die HTL für Lebensmitteltechnologie und Fleischwirtschaft abgeschlossen und wollte etwas mit Leuten machen“, erzählt Fritz Ettl.

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1971 übernahm Fritz Ettl sen. die Fleischerei Popp.
Fleischerei Ettl

2002 zog sich der Senior zurück, gleichzeitig wurde ein Catering ins Leben gerufen. „Die Nachfrage war da und die Leute erfreuen sich noch immer an den österreichischen Klassikern“, ergänzt Ettl. 2011 folgte der Totalumbau des Geschäftslokales, eine Sitzecke für Imbisse kam hinzu. In den 50 Jahren wuchs das Geschäftslokal von 20 auf 77 Quadratmeter. Die Familie schlachtet selbst und verzichtet in ihrer Produktion auf Geschmacksverstärker. Auch in Sachen Umweltschutz ist die Familie Vorreiter. „Wir waren eines von den ersten Geschäften, das komplett auf Tragetaschen aus Maisstärke und Papier setzte“, meint Ettl.

Gerichte im Glas sind sehr beliebt und sparen Plastik. Einen kleinen Einbruch erlebte die Firma, als die ersten Supermärkte öffneten. Man stellte sich aber auf die Situation ein. Mit fachlicher Kompetenz und dem Erfüllen von Spezialwünschen wollten sich die Ettls von der Supermarktware abheben. „Besonders zu den Feiertagen wurde Wert auf etwas Besonderes gelegt. Renner waren damals Rind- und Schweinefleisch. Die Pute war noch nicht relevant. Heute ist das Sortiment breiter geworden“, erinnert sich Ettl. Nach wie vor beliebt sind Leberkäse und das breite Grillsortiment.