12 Fälle in der Casa Kirchberg. Team des Pflegewohnhauses ist wegen aktueller Erkrankungen besonders gefordert. Strengste Sicherheitsvorkehrungen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 25. November 2020 (04:36)
Derzeit dürfen in der Casa Kirchberg/Rabenstein aufgrund mehrerer Corona-Fälle nur Palliativpatienten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen besucht werden.
Casa Leben im Alter GmbH

„Derzeit sind acht Bewohner und vier Mitarbeiter Covid-19-positiv.“ Das bestätigt Walter Kneitschel, Pressesprecher bei der Casa Leben im Alter GmbH. Das Kirchberger Pflegewohnheim blieb von Corona nicht verschont. Es handle sich, beruhigt Kneitschel, „aber um Fälle mit geringer oder ohne Symptomatik.“

Die Mitarbeiter rund um Pflegewohnhaus-Leiterin Lenka Pavlanska sind derzeit weit mehr als üblich gefordert. Die vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen werden streng und konsequent umgesetzt. „Das Team ist aber auf Basis der Erfahrungen vom heurigen Frühjahr bestens vorbereitet. Prozesse, Schutzausrüstungen, Medikamente und Notfalls-Pläne sind jederzeit abrufbar und einsatzbereit“, betont Kneitschel. Alle Mitarbeiter werden mindestens einmal pro Woche einem Covid-Antigen-Test unterzogen.

„Pflegehausbewohner sind zuversichtlich“

Doch wie gehen die Bewohner mit der Pandemie um? „Die Stimmung der Bewohner ist ausgezeichnet und zuversichtlich. Die Mehrzahl hat in ihrem langen Leben bereits andere Krisen erfolgreich gemeistert. Oft hat man den Eindruck, dass sie mit dieser Situation unbeschwerter umgehen als jüngere Generationen“, stellt er fest. Die Mitarbeiter der Casa legen jetzt noch mehr als sonst Augenmerk darauf, dass alle Bewohner viel Aufmerksamkeit bekommen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz der Gesundheit der Bewohner und Recht auf soziale Kontakte und persönlicher Bewegungsfreiheit soll dabei stets gewährt sein. Höchste Vorsicht ist aber immer geboten. „Schon aufgrund ihres Alters und des Vorliegens von Vorerkrankungen haben die Bewohner ein stark erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf“, gibt Kneitschel zu bedenken.

Wie sieht es da mit Besucherkontakten aus? „So lange positive Covid-Erkrankungen in Absonderung sind, ist das Casa Pflege-Wohnhaus für Besuche gesperrt, mit Ausnahme bei palliativ zu betreuenden Bewohnern“, informiert er. Als Alternative dazu gibt es das Angebot der Video-Telefonie. „Dieses wird gut genutzt“, so Kneitschel.

Sind die aktuellen Absonderungen wieder beendet, dann sind Besuche nach telefonischer Voranmeldung möglich. Die Besuchszeit und -dauer sind direkt im Pflegewohnhaus zu vereinbaren. Jeder Bewohner kann maximal von einer Person, nur ein Mal pro Woche besucht werden. Ausnahme bildet auch hier die Palliativbegleitung. Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil oder einer SARS-CoV-2-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA) ist verpflichtend. Es kann auch ein negatives SARS-CoV-2 Testergebnis vorgelegt werden, wobei die Testung nicht länger als 48 Stunden (PCR) oder 24 Stunden (Anti-Gen) zurückliegen darf.

Alle Besuche finden, bis auf bei Palliativpatienten, in vorgesehenen Besucherzonen statt. Ausflüge mit Bewohnern sind nur eingeschränkt und nach Rücksprache mit dem Heim-Team möglich.