Pielachtaler Gastronomen: 2G geht an die Substanz

Nur Geimpfte oder Genesene dürfen ins Wirtshaus. Gastronomen merken Absagen. Immer mehr Gäste akzeptieren aber die Regel.

Erstellt am 17. November 2021 | 05:35
Corona-Verordnung - Pielachtaler Gastronomen: 2G geht an die Substanz
Die meisten Gäste des Kirchberger Wirts Franz Mahrer (re.) akzeptieren 2G oder die Erfassung ihrer Daten.
Foto: bondvit/Shutterstock.com (Hintergrund) bzw. Hackner

Und da warens nur noch zwei. Zwei G, „geimpft“ oder „genesen“, die den Eintritt in einen Gastrobetrieb gestatten. Eine verschärfte Maßnahme der Regierung aufgrund der aktuell explodierenden Corona-Zahlen. Und diese merken die Pielachtaler Wirte.

Beim Landgasthof Kammerhof ist das Geschäft weniger geworden. „Viele Feiern wurden abgesagt. Ich habe Angst, dass wir komplett abdrehen müssen“, berichtet Selman Salihaj. Seit Einführung der 2G-Regel sind 60 Prozent seines Geschäftes eingebrochen, denn auch viele Geimpfte bleiben zuhause.

Im St. Margarethener Kulturcafé von Renate Heiß ist es ähnlich. „Ich habe 50 Prozent Verlust. Viele meiner Gäste empfinden die Regelungen als ,Kasperltheater‘, andere hingegen sehen die strengeren Regeln doch als Impfmotivation“, erzählt die Gastronomin. Viele haben sich - aus Angst vor großen Zusammenkünften - von Veranstaltungen abgemeldet.

Im Gasthof Strohmaier in Hofstetten-Grünau halten sich die Gäste, die kommen, sehr genau an die Regel. „Wir haben ebenfalls mit Einbußen zu kämpfen. Das Abendgeschäft ist komplett eingebrochen. Unser Take-Away Geschäft ist aktuell wieder stark im Steigen“, erzählt Ernst Strohmaier.

Alfred Krassnig vom Gasthof „Zum Alten Brauhaus“ in Rabenstein bezeichnet sich als „Impfbefürworter“ und hat mit einer Impfplicht kein Problem, denn jetzt sei es schwierig. „Im November habe ich 100 Prozent Totalausfall. Sämtliche Veranstaltungen wurden abgesagt.“ Was ihn ärgert, ist die „mangelnde Impfbereitschaft bei vielen Jungen.“

440_0008_8231706_pie46be_2_wirtshaus_2_g_franz_mahrer_ha.jpg
Die meisten Gäste des Kirchberger Wirts Franz Mahrer akzeptieren 2G oder die Erfassung ihrer Daten.
Hackner

„Mit dem Ausbleiben vieler Gäste bei 2G haben wir gerechnet. Wir hoffen aber sehr, dass unser Abholservice wieder gut angenommen wird“, sagt Petra Hofecker vom Voralpenhof in Frankenfels.

Keine Probleme mit 2G, abgesehen von der Absage einiger Veranstaltungen, hat hingegen der Kirchberger Gastronom Franz Mahrer : „Die Gäste sind sehr zuvorkommend und zeigen ihren Impfpass, ihr Handy oder ihre Bestätigung her.“

Umfrage beendet

  • Was haltet ihr von der 2G-Regel in Gastrobetrieben?