Wetter rettet Events im Pielachtal. Viele Unsicherheiten machen den Veranstaltern im Pielachtal zu schaffen. Manche verzichten gleich, andere versuchen es trotzdem.

Von Maria Prchal. Erstellt am 15. September 2021 (03:52)
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Im GuK Rabenstein sind derzeit keine Veranstaltungen geplant.
Manuel Grünbichler

Trotz fehlender Planungssicherheit müssen die Veranstalter sichere Events organisieren – eine Sisyphos-Aufgabe seit Beginn der Pandemie. Eben weil in der Eventbranche die Ausnahme mittlerweile die Normalität bildet, ändert sich durch die neuen Regeln wenig.

Die Dirndltaler Erlebniswochen gehen in gewohnter Manier weiter. Sie wurden ja schließlich aus der Not als Ersatz für den Dirndltag geboren. „Es sind keine Großveranstaltungen und viel passiert im Freien – deswegen können wir das durchziehen“, sagt Regionalplanungsobmann Kurt Wittmann. Die Besucher seien gut auf die Covid-Maßnahmen eingestellt. Der Eventreigen geht noch bis Ende September, damit spielt das Wetter den Veranstaltern noch in die Karten. Wittmann ist auch Bürgermeister in Rabenstein, wo sich im GuK ein moderner und riesiger Veranstaltungssaal befindet. Nur belebt ist er momentan nicht und auch in nächster Zeit sind keine Events geplant. Auch im BGZ Hofstetten-Grünau sei wegen der Covid-Maßnahmen „alles ein wenig schaumgebremst“, sagt Vize-Bürgermeister Wolfgang Grünbichler.

Selbst das traditionelle Dorffest wurde abgesagt. Der Aufwand sei zu hoch, um die Maßnahmen zu kontrollieren. Dem stimmen vor allem private Veranstalter wie Jürgen Grazzi zu, der mit Unterstützung der Gemeinde das Kunstsymposium in Klangen organisiert hatte. Er musste sich auf freiwillige Helfer verlassen: „Wir brauchen mit Ordnern und Kontrolleuren das Dreifache an Personal.“

Zu den neuen Maßnahmen sagt er: „Ich verstehe nicht, wieso es keine Abstandsregel gibt.“ Masken mussten bei Grazzi keine getragen werden. Auch im Kulturcafé in St. Margarethen müssen Gäste keine Maske tragen, denn viel sei noch outdoor möglich. Die Kontrollen seien aber auch für sie aufwendig, so Chefin Renate Heiß: „Das dauert dann schon, bis alle auf ihren Plätzen sind.“