Viel Liebe für rollende Raritäten beim Käfer-Treffen. Paar eint die Begeisterung für Oldtimer und ihre Geschichte. Thomas Braun richtet Käfer-Treffen in Ober-Grafendorf aus

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 01. August 2019 (03:45)
zVg

Grauer Lack, blitzblank geputzt, kugelrund und bestens in Schuss: Sein „Ovali“ ist Thomas Brauns Favorit. Neben dem Käfer, Baujahr 1957, steht ein Karmann-Ghia-Cabrio in der Garage des St. Pöltners. „Der gehört meiner Frau, wir teilen die Liebe für Oldtimer“, erzählt der
Obmann des Käferclubs Ober-Grafendorf.

„Jedes zweite Wochenende wollen wir mindestens eine Ausfahrt machen"

Viel Zeit verbringt das Ehepaar damit, seine rollenden Raritäten zu pflegen und auszuführen. „Jedes zweite Wochenende wollen wir mindestens eine Ausfahrt machen, aber natürlich geht das nur, wenn der Himmel auch wirklich völlig wolkenlos ist. Das sind absolute Schönwetter-Fahrzeuge“, berichtet Braun, der mit seinen Club-Kollegen heuer wieder das Käfer-Treffen am Ebersdorfer See veranstaltet. Was das Paar – und zahlreiche andere Oldtimer-Fans im ganzen Land – so an dem alten Blech fasziniert? „Die Autos sind ein Stück Geschichte“, ist Braun begeistert.

Am Gefährt seiner Gattin sehe man das besonders gut: „Das Cabrio wurde in Los Angeles gefahren, hat aber einem Tiroler gehört“, erzählt er. Als sie das Fahrzeug übernommen haben, entdeckten sie sieben Einschusslöcher darin. „Der Vorbesitzer hat dann mit dem Vor-Vorbesitzer Kontakt aufgenommen“, erzählt der St. Pöltner. Dann habe sich herausgestellt, dass das Auto im Jahr 1965 bei Unruhen in den USA beschossen wurde.

„Die Autos sind ein Stück Geschichte“

Ähnliche Geschichten haben auch die Besitzer der rund 200 Käfer zu erzählen, die von Freitag, 16. bis Sonntag, 18. August am Ebersdorfer See erwartet werden. „Darunter sind ein paar absolute Exoten. Es wird außerdem das größte Puma-Treffen Österreichs“, freut sich der Organisator.
In ihren Bann gezogen hat den Club-Obmann auch die Stimmung auf solchen Events: „Käfer- und Oldtimer-Fahrer sind nicht nur große Tüftler, sondern sehr gemütlich und freundlich“, weiß der St. Pöltner. Das zeige sich allein daran, dass auf der Straße jeder Käfer-Fahrer einen anderen grüße.