Feuerwehren bekämpften Waldbrand in alpiner Lage. Fünf Feuerwehren eilten am Mittwochnachmittag zu einem Waldbrandeinsatz im alpinen Gelände auf der Eibeck-Alm im Pielachtal!

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 29. Juni 2017 (11:01)

Mehrere Kilometer entfernte Landwirte riefen den zuständigen Senner, zugleich Pächter des beliebten Ausflugszieles Eibeck-Alm und aktives Mitglied der Feuerwehr Frankenfels, an und informierten ihn so telefonisch von der Rauchentwicklung am Eibeck-Sonnberg.

Der Mann hielt mit seiner Lebensgefährtin unverzüglich Nachschau, konnte vorerst aber keinerlei Schadensfeuer oder Rauch bemerken. Erst beim Aufstieg am Eibeck Sonnberg konnte er den Rauch ausmachen und verständigte unverzüglich die Feuerwehr, die den Brand im nahen Gipfelbereich des Bergs erkannte.

Gewitter und Blitz dürfte letztlich zu Brand geführt haben

Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Frankenfels, der Feuerwehr Weißenburg und der Feuerwehr Schwarzenbach alarmierte man auch noch die Wehren aus Loich und Kirchberg nach, da sich die nächste Wasserentnahmestelle sehr weit entfernt befindet. "Der Senner führte unverzüglich erste Löschmaßnahmen durch", meldete die Feuerwehr in einer Aussendung.

Glücklicherweise wurde erst vor kurzer Zeit ein Forstweg auf den Bergrücken gebaut und so konnten die Einsatzkräfte in diesem alpinen Gelände relativ weit mit ihren Fahrzeugen vorrücken. Die letzten 120 Meter mussten die Florianis jedoch in sehr steilem Gelände zu Fuß zurücklegen. Ein Vorauskommando mit Löschrucksäcken machte sich auf den Weg, parallel dazu wurde eine Zubringleitung bzw. zwei Löschleitungen vorgenommen.

Der Brand selbst erstreckte sich auf drei Schadstellen unterschiedlichen Ausmaßes. Brandursache war ein Blitzschlag, der vermutlich am Dienstag während eines Gewitter bereits zu einem Glimmbrand und am Mittwoch schließlich zum offenen Brandausbruch führte.

Die FF Frankenfels und die FF Weißenburg brachten die Flammen mit zwei C-Rohren, zwei Löschrucksäcken und mehreren Feuerpatschen relativ rasch unter Kontrolle; durch zusätzliche Kontrolle mit der Wärmebildkamera konnte man auch die Glutnester, die in den Wurzelstöcken der Bäume eingelagert waren, gut lokalisieren und gezielt ablöschen ehe schließlich "Brand Aus" gegeben wurde. 

"Aufgrund der alpinen Lage kann man von Glück sprechen, dass der Brand relativ rasch bemerkt und so gezielt bekämpft werden konnte", meldete die Feuerwehr.

Um 19.33 Uhr wurde die Feuerwehr Frankenfels mit 23 Einsatzkräften nochmals zu Nachlöscharbeiten alarmiert, da wieder Glutnester, welche sich unterhalb im Waldboden ausbreiteten, aufgeflammt waren. Die Wehr war bis 21.43 Uhr im Einsatz, weitere Nachkontrollen werden in der Nacht durchgeführt. Von 0.30 Uhr bis 2.20 Uhr wurde der gesamte Einsatzbereich nochmals intensiv mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei kamen keine Glutnester mehr zum Vorschein.