Ärger um illegalen Müll in Ober-Grafendorf. Bei der Müllinsel in der Doktor-Karl-Renner-Straße kommt es immer wieder zu Verwüstungen. Dieses Mal wurde die Grenze mit Unrat, Glassplittern und Plastik überschritten.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 10. Juni 2021 (03:24)
Volle Säcke mit Dosen sind keine Seltenheiten neben überfüllten Containern. Hausmüll gehört definitiv anders entsorgt.
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Eine Spur der Verwüstung zogen Unbekannte bei der Müllinsel in der Doktor-Karl-Renner Straße beim Kindergarten. Die Aludosen neben dem Container sind noch harmlos. Denn auf dem Areal befindet sich illegal entsorgter Hausmüll. Die Bandbreite reicht von Plastikflaschen über Restmüll bis hin zu benutzten Hygieneartikeln.

Das Gefährlichste sind aber die scharfen Glassplitter, die rund um das Gelände verstreut sind. Bürgermeister Rainer Handlfinger ärgert sich über die Verwüstung: „Besonders die Splitter sind eine Gefahr für Mensch und Tier.“ Des Weiteren weist der Ortschef auf die Konsequenzen hin: „Die Leute dürfen sich dann nicht wundern, wenn wegen solcher Aktionen die Müllgebühren angepasst werden. Schließlich muss das Gerümpel gegen Bezahlung entsorgt werden.“

Hygieneartikel wurden unordnungsgemäß entsorgt.
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Zumindest verzichtete der Entsorger darauf, Verderbliches zu deponieren, sonst gäbe es noch Probleme mit Nagetieren. Der Bürgermeister bedankt sich zudem bei der restlichen Bevölkerung, die ihren Müll ordentlich und getrennt entsorgt und spricht sich für mehr Fairness, das Thema betreffend, aus.

Umweltgemeinderat Walter Horinek äußert sich folgendermaßen: „Es gibt leider noch immer einen kleinen Teil in der Bevölkerung, der seinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorgen kann und es ist sehr schwierig, an diesen Teil heranzutreten.“ Horinek meint außerdem, dass häufig die Plastiktüten, in denen die Dosen transportiert worden sind, ebenfalls im Alucontainer mitentsorgt werden.

„Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, Abfallkörbe bei den Müllinseln aufzustellen“, meint der Gemeinderat. Zum Thema Videoüberwachung äußert sich Horinek weiter: „Die Überwachung kostet sehr viel Geld und man sollte ebenfalls deren Sinnhaftigkeit überdenken. Außerdem spielt dabei der Datenschutz eine wesentliche Rolle.“