Trend zu Wahlkarten im Pielachtal. Die Vorbereitungen für die Wahl laufen in den Gemeinden auf Hochtouren.

Von Lisa-Maria Seidl. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:31)
APA/BARBARA GINDL
Symbolbild

Bei der Europawahl am 26. Mai wird das Europäische Parlament neu gewählt. Im Bezirk St. Pölten sind dabei 101.960 Personen, davon 49.544 Männer und 52.416 Frauen wahlberechtigt. Diskussionen gab es im Vorfeld wieder rund um die Wahlkarten. Zahlreiche Wahlkartenanträge waren aufgrund eines Hackerangriffs zwischenzeitlich nicht richtig an die zuständigen Behörden weitergeleitet worden. Der Fehler konnte aber behoben werden. Im Pielachtal läuft die Wahl bisher ganz nach Plan ab.

Eine Tendenz zeigt sich in Hinblick auf die Wahlkarten. Bei den Gemeinden sind durchschnittlich etwas mehr Anträge eingelangt, als noch bei der letzten Europawahl.

„Wir haben schon über 200 Wahlkarten ausgestellt“

„Wir haben schon über 200 Wahlkarten ausgestellt“, berichtet etwa Amtsleiter Gottfried Berndl aus Ober-Grafendorf. Einen Zuwachs bei den Wahlkarten verzeichneten auch die Gemeinden Weinburg, Hofstetten-Grünau, Rabenstein, Kirchberg und St. Margarethen. „Wir haben schon 10 Prozent Wahlkarten ausgestellt“, gibt Amtsleiterin Renate Mayringer aus St. Margarethen Auskunft. Auch in Kirchberg wird die 10-Prozent-Marke voraussichtlich erreicht werden.

„Wir haben noch genug Wahlbeisitzer, aber in Zukunft wird es wohl problematischer werden, Ehrenamtliche zu finden.“ Franz Größbacher

„Bei uns liegt die Zahl der ausgestellten Wahlkarten im guten Schnitt. Wir hatten schon einmal mehr. Dennoch ist ein Trend zu Wahlkarten spürbar“, bestätigt auch Schwarzenbachs Bürgermeister Ernst Kulovits. Auch in Frankenfels und Loich ist die Anzahl an ausgestellten Wahlkarten in etwa gleich geblieben.

Tendenziell schwieriger wird die Rekrutierung von Wahlbeisitzern. „Wir haben noch genug Wahlbeisitzer, aber in Zukunft wird es wohl problematischer werden, Ehrenamtliche zu finden, die sich am Sonntag freiwillig hinsetzen und dann womöglich noch vor Gericht landen“, führt Bürgermeister Franz Größbacher aus. Dem stimmt auch Amtsleiterin Evelyn Gruber aus Rabenstein zu: „Es ist für die Parteien nicht so leicht, Freiwillige zu finden. Die Beisitzer nehmen ihre Aufgabe aber immer gut wahr.“

Dass um die Abwicklung der Wahlen im Vorfeld so viel Aufhebens gemacht wird, hinterfragt Amtsleiter Gottfried Berndl: „Die wichtigste Aufgabe der Beisitzer ist das richtige Mitschreiben und Abhaken. Der Wahlgang ist eine ruhige und friedliche Angelegenheit, da ist kein Platz für Streitereien.“