Hofstetten-Grünau plant Geburtenwald. Für jeden Monat soll es eigenen Strauch mit Namenstafel geben.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 09. April 2021 (03:31)
Für Februar-Kinder wird ein Haselstrauch gepflanzt.
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Eine besondere Idee setzt die Gemeinde Hofstetten-Grünau im Rahmen der „Familienfreundlichen Gemeinde“ um: Ein Geburtenwald soll neben dem Areal der Pielachtaler Sehnsucht entstehen.

„Das ist eine schöne Sache, die wenig Kosten verursacht und für die Familien etwas Besonderes ist“, betonte Bürgermeister Arthur Rasch in der Gemeinderatssitzung. Für jedes Kind, das geboren wird, soll ein eigener Strauch oder Baum gesetzt werden. „Ich habe die Firma Kirner gebeten zwölf Sorten auszusuchen. Für jeden Monat eine“, erklärt der Bürgermeister. Gedacht sei der Geburtenwald als Abtrennung zwischen dem privaten Grundstück und dem Seeareal, wo derzeit der Riegelzaun steht. Bis zu drei Reihen können dort gepflanzt werden.

„Das ist eine schöne Sache, die wenig Kosten verursacht und für die Familien etwas Besonderes ist“

„Einmal im Quartal wollen wir die Eltern mit ihren Kindern einladen und dort die Bäume und Sträucher setzen. Dazu kommt ein Schild mit den Namen der in diesem Monat geborenen Kinder. Für Februar-Kinder wird beispielsweise eine Hasel gepflanzt, im Herbst gibt es etwa Felsenbirne, Spitzahorn und den Dirndlstrauch. „Es sind lauter heimische Arten, die gesetzt werden sollen“, betont Rasch.

Der Geburtenwald wird mit Zustimmung aller Fraktionen umgesetzt. Hubert Hollaus jun. hebt zusätzlich hervor: „Ich habe mich schon im Workshop, in dem wir diese Maßnahme erarbeitet haben, dafür ausgesprochen. Es ist eine gute Idee.“

Auch der Beschluss für das gemeinsame Engagement der Regionalgemeinschaft, eine familienfreundliche Region zu entwickeln, fiel einstimmig. Gemeinsam haben die Gemeinden bereits Ziele definiert, die in den kommenden Monaten und Jahren umgesetzt werden sollen. So etwa eine Familienplattform, die demnächst online gehen soll.