Vorbereitungen im Pielachtal via Zoom-Konferenzen. Der Unterricht läuft großteils digital. Mehr Anklang finden aber Aufgaben, die die Jugendlichen im Stationenbetrieb lösen müssen.

Von Bernhard Burmetler, Gila Wohlmann und Gerhard Hackner. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:33)
Via Zoom-Konferenz kommen die Firmlinge der Pfarren Grünau, Rabenstein und Loich zusammen. Diese moderne Form der Zusammenkunft spricht die Jugendlichen durchaus an.
Stuphann, Stuphann

Den Glauben stärken durch das Sakrament der Firmung. Das blieb den Pielachtaler Jugendlichen 2020 wegen Corona verwehrt. Heuer ist ein Nachholen möglich, unter Einhaltung aller Auflagen.

Am 22. Mai findet in der Pfarre Ober-Grafendorf um 10 Uhr die Firmung für die Firmlinge aus Weinburg statt. Um 14 Uhr geht die Zeremonie für Ober-Grafendorf und seine 2020er-Firmlinge über die Bühne, am 23. Mai folgt die Firmung für die diesjährigen Ober-Grafendorfer Firmkandidaten um 11.30 Uhr.

„Wir schrieben unsere Sorgen auf ein Klopapier. Dieses spülten wir dann einfach weg.“ Emily Härtensteiner (13), Firmling aus Loich

„Jeweils eine Bankreihe ist für das Firmkind, den Firmpaten und drei Familienangehörige reserviert. Bei Schönwetter werden auf dem Kirchenplatz Bänke für weitere Familienangehörige aufgestellt“, erklärt Pfarrsekretärin Doris Kirchner.

Die Firmung für die Pfarren Grünau , Rabenstein und Loich ist am 29. Mai. Zuerst sind die 26 Firmlinge dieses Jahres an der Reihe, im Anschluss folgen die 43 Kandidaten des Vorjahres. Die Vorbereitung ist eingeschränkt. Firmlinge und deren Begleiter mussten sich umstellen. „Wir können nicht die gewohnte Gemeinschaft bieten. Das trifft die Jugendlichen ebenso wie deren Firmbegleiter“, meint Kirchner. Exkursionen ins Caritas-Pflegeheim oder in die Emmaus-Werkstätte sind ausgefallen. Als Alternativprogramm gibt es in der Pfarre Grünau einen Stationenbetrieb. Das kommt bei Jugendlichen gut an, so auch bei Emily Härtensteiner aus Loich – sie durfte bei einer Rätselrallye verschiedene Aufgaben lösen. „Wir sollten Auszüge aus der Bibel lesen und uns dazu unsere eigene Meinung bilden“, erzählt die Firmkandidatin. Zu christlichen Liedern und zu einem Song der Band „Coldplay“ sollten die Jugendlichen zudem die jeweilige Botschaft der Liedtexte erläutern. Die Pfarre hatte überdies, so Härtensteiner, einfache Lösungen parat, um persönliche Probleme zu beseitigen. „Wir schrieben unsere Sorgen auf ein Klopapier. Dieses spülten wir dann einfach weg.“ Die Intention dahinter sei gewesen, dass man selbst in Krisen immer Chancen sehen sollte. Die Firmung sei, meint die Ministrantin, ein Zeichen, dass man nun als Heranwachsender vermehrt selbst über sein Leben entscheiden könne.

Dass die Firmvorbereitung via Zoom-Videokonferenz stattfindet und man Lernunterlagen per Mail erhält, stört sie nicht.

Die Firmbegleiter wollen ihren Schützlingen die Gemeinschaft jedoch nicht nur virtuell näherbringen. Am 13. Mai ist daher eine gemeinsame Wanderung auf den Kaiserkogel geplant. „Diese steht ganz im Zeichen des Gebets Vater unser“, verrät dazu Pastoralassistentin Stuphann.

„Trotz Corona werden die Themen gut aufbereitet“

Romana Reithofer aus Hofstetten-Grünau ist Mutter eines Firmlings. „Trotz Corona werden die Themen gut aufbereitet“, findet sie. Dass die sozialen Kontakte durch die anhaltende Pandemie ins Hintertreffen geraten, bedauern sie und ihre Tochter Anna (13); „man müsse aber eben das Beste aus der Situation machen“.

Die Firmung für die Pfarren Kirchberg , Schwarzenbach und Frankenfels findet heuer erst am 18. September in Frankenfels statt. Man hofft, dass dann die Pandemie-Bestimmungen schon gelockert sind. Ähnlich wie bei der Erstkommunion wird hier auch die Firmung gestaffelt. Um 9 Uhr werden die 17 Jugendlichen aus Frankenfels und Schwarzenbach und um 11 Uhr die 24 Kandidaten aus Kirchberg ihren Glauben bestärken. Als Firmspender fungiert der ehemalige Generalvikar Prälat Eduard Gruber.

Die Konfirmation der Evangelischen ist wegen der Auflagen ebenfalls erst am 4. September, jedoch in St. Pölten , angesetzt. Derzeit sind 14 Konfirmanden angemeldet, nur einer ist aus dem Pielachtal.

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