Weinburger Finanzspritze gegen Teuerungswelle

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:43
Lesezeit: 3 Min
Geld
Foto: APA (dpa)
Der Gemeinderat beschloss Unterstützungszahlungen. Außerdem wird Kletterzentrum in Gemeindeverwaltung eingegliedert.
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Zwei Dringlichkeitsanträge standen bei der Weinburger Gemeinderatssitzung an. Beide forderten Unterstützungszahlungen aufgrund der gestiegenen Kosten. Und beide wurden in konstruktiver Zusammenarbeit beschlossen.

Bettina Leputsch-Figl von der VP stellte einen Zuschuss über 50 Euro an alle Kinder der Mittelschule und des Gymnasiums in den Raum. Schon bisher wurden Volksschüler von der Gemeinde finanziell unterstützt, das sollte ausgeweitet werden. „Wir fördern unsere Volksschüler schon lange, jetzt helfen wir auch den anderen“, sagt Leputsch-Figl.

Die SP stellte ebenfalls einen Dringlichkeitsantrag zur Entlastung der Familien. Ein Teil davon war eine Unterstützungszahlung in der Höhe von 70 Euro für Familien mit Kindern in allen Pflichtschulstufen. 73 Kinder und Jugendliche profitieren davon in Weinburg, sagt Bürgermeister Peter Kalteis. Diese 70 Euro wurden dann auch beschlossen.

Wir helfen ja gerne“ Peter Kalteis Bürgermeister

Der zweite Teil des SP-Antrags zur Abfederung der Teuerungswelle: Ein Wohnkostenzuschuss über 150 Euro mit Anspruchskriterien analog zum Heizkostenzuschuss wurde beschlossen. „Schnell, unbürokratisch und einfach“ soll die Hilfe sein, erklärt Kalteis, „die Leute sollen sich nicht vorkommen wie Bittsteller. Wir helfen ja gerne.“

Die Formulare liegen am Gemeindeamt auf oder sind im Internet abrufbar. Die Überweisung erfolgt unmittelbar nachher. „Wenn wir noch länger zuwarten, wird es nur schlimmer“, ergänzt SP-Vorsitzender und Vizebürgermeister Michael Strasser. Wenn die Regierung es nicht schaffen würde, unmittelbar zu helfen, müsse die Gemeinde einspringen.

Außerdem beschlossen wurden die Auflösung der Kletterzentrum Weinburg GmbH und die Übernahme in die Gemeindeverwaltung. Ab 1. September wird das Kletterzentrum damit von der Gemeinde finanziert. 50.000 Euro im Jahr spart sich die Gemeinde damit, da Kostenpunkte, wie ein Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater wegfallen.

„So viel haben wir während Covid alleine zugeschossen“, erklärt Kalteis. Und die Förderungen durch die Gemeinde würden sich auch schon in den Besucherzahlen bemerkbar machen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Gemeindeamt wird Blackout-sicher

Nicht einstimmig erfolgte der Beschluss für den Umbau des Gemeindeamts. Trotzdem ging er mit großer Mehrheit durch. Der Raum, in dem sich die Post befand, soll genutzt werden für Büroräumlichkeiten.

Außerdem wird das Gemeindeamt Blackout-sicher gemacht, erklärt Strasser. „Wir haben zwar ein Notstromaggregat, aber das braucht Diesel. Die Sonne wird nicht so schnell knapp.“

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