„Umbrello“ bietet Hilfe für Senioren. Seit 2017 läuft das Forschungsprojekt an der FH St. Pölten. Für „Umbrello“ werden jetzt Partner zur Umsetzung gesucht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. März 2019 (07:01)
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Die FH St. Pölten stellte die Plattform Umbrello und die Broschüre mit den Ergebnissen der Forschung den Gemeindevertretern des Pielachtal vor.
Melanie Scholze-Simmel/Regionalplanungsgemeinschaft

„Während die Jungen über Facebook und Co kommunizieren, bleibt bei den Älteren oft nur der passive Konsum zuhause vor dem Fernseher oder der mühsame Weg in den entfernt gelegenen Supermarkt. Mit Umbrello bringen wir die Technologien nach Hause zu den Bedürfnissen der Menschen“, erklärt der Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Kurt Wittmann.

Seit 2017 läuft das Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten zur Plattform im Pielachtal. Jetzt wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse zusammengefasst und präsentiert.

Ziel von Umbrello ist eine einfache Plattform für Digitale.Dorf.Dienste. Dabei sollen keine neuen Inhalte generiert werden, sondern bestehende Dienste von Gemeindeportalen, Vereinen und lokalen Unternehmen eingebunden und genutzt werden: Wie Güter des täglichen Bedarfs beschafft werden über Gesundheitsversorgung und öffentlichen Verkehr bis zu Gemeindeinformationen und Behördenkontakten.

Die Plattform besteht aus einem Tablet, welches als Fernbedienung dient, sowie einer angeschlossenen TV-Box. Umbrello ermöglicht älteren Menschen videobasierte Erstinformationen und Telekonsultation auch zu Gesundheitsförderungsprogrammen. Pfleger können sich vom Pflegestützpunkt aus bei den Kunden melden.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind in Österreich derzeit im Alter von über 60 Jahren pflegebedürftig oder nur eingeschränkt mobil. Jetzt werden Partner zur Umsetzung der Plattform gesucht. Denn „es sind ein gestiegener Bedarf und eine vermehrte Nachfrage nach betreutem Wohnen in der Kombination mit Pflegediensten, psychosozialen und präventiven Gesundheitsdiensten und dem einfachen Bezug von regionalen Produkten zu bemerken“, konkretisiert Johannes Pflegerl, der Leiter des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten, die Ergebnisse des Forschungsprojekts.