Führer für die Nixhöhle gesucht. Ausflugsziel bleibt weiter geschlossen. Eröffnung für Frühjahr 2022 angestrebt. Bis dahin soll das Team verstärkt werden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 02. August 2021 (03:50)
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Chefhöhlenführer Albin Tauber, Vizebürgermeister Eigelsreiter Christof und Gabriele König vom Gemeindeamt Frankenfels (v. l.) entschieden sich wegen der noch anhaltenden Pandemie gegen eine Nixhöhlen-Eröffnung.
Marktgemeinde Frankenfels, Marktgemeinde Frankenfels

Die Nixhöhle, eines der beliebtesten Ausflugsziele im Pielachtal, bleibt zu; mittlerweile das zweite Jahr seit Beginn der Corona-Pandemie. „Nach eingehenden Beratungen entschieden sich Gemeindeführung und Höhlenführerteam gegen eine Wiedereröffnung“, informiert Vizebürgermeister Christof Eigelsreiter.

Grundsätzlich wäre von rechtlicher Seite eine Öffnung des Tourismusbetriebes möglich gewesen, nur ist für die Nixhöhle eine besondere Betrachtungsweise erforderlich. „Auch bei Einhaltung der 3-G-Regel kann nicht garantiert werden, dass sich nicht doch eine infizierte Person unter den Besuchern befindet. Denken wir nur an Kinder, die nicht der Testpflicht unterliegen“, begründet dies Eigelsereiter. Da in der Nixhöhle keinerlei Luftzirkulation stattfindet, ist auch nicht klar, wie lange sich Viren in diesem in sich geschlossenen Biotop halten würden. „Zum Schutz unserer Besucher und der Führer konnten wir leider nicht anders entscheiden“, bedauert dies auch Chefhöhlenführer Albin Tauber. Als Wiedereröffnungstermin wird nun das Frühjahr 2022 angestrebt.

„Eine gewisse Grundkondition muss natürlich vorhanden sein, weil in der Höhle 1.000 Stufen zu bewältigen sind.“ Albin Tauber über Grundvoraussetzungen eines Nixhöhlenführers

Freude mit der Sperre haben offensichtlich nur die Fledermäuse. Ihre Population ist größer geworden. „Seit der letzten Zählung mit zirka 40 Fledermäusen sind es um 20 Prozent mehr Tiere“, berichtet er. So leben hier rund elf Fledermausarten in und um die Nixhöhle, darunter neben anderen die kleine Hufeisennase, das große Mausohr oder die Mopsfledermaus. In ganz Österreich sind laut Tauber 28 Arten heimisch.

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Fledermäuse, wie das große Mausohr, leben in der Nixhöhle.
Tauber, Tauber

Um im kommenden Jahr wieder den Besuchern die wunderbare Welt der Nixhöhle vorstellen zu können, suchen Tauber und seine Höhlenführer-Kollege Norbert Prammer nun Verstärkung.

Bewerben kann sich jeder ab dem 18. Lebensjahr mit hohem Interesse an der Höhle und der dortigen Tierwelt. „Eine gewisse Grundkondition muss natürlich vorhanden sein, weil in der Höhle1.000 Stufen zu bewältigen sind“, sagt Tauber. Ideal meint er, wäre ein Paar, das auch am Wochenende für Führungen Zeit hat.