Pfarrer geht In Pension: Abschied nach 23 Jahren. Alois Brunner tritt in den Ruhestand. Für Frankenfels war er „Seelsorger, aber auch Bauarbeiter“, wie die Laudatoren bei der Abschlussfeier betonten.

Von Gerhard Groiss. Erstellt am 24. August 2019 (02:31)
Gerhard Groiss
Im Rahmen einer Festmesse in der Pfarrkirche Frankenfels wurde Pfarrer Alois Brunner feierlich verabschiedet.Bedankt haben sich bei ihm Helga Wegerer, Elisabeth Ecker, Pater Elizeo, Franz Größbacher, Ernst Langthaler sowieAlfred Gonaus, Pfarrer August Blazic, Karina Tuder, Gottfried Rasch, Walter Krickl und Heinrich Putzenlechner.

Großes hat Pfarrer Alois Brunner in den vergangenen 23 Jahren geleistet. Zu seiner Verabschiedung versammelten sich deshalb die Pfarrgemeinde, die politische Gemeinde, Vereine, Institutionen und eine riesige Schar von Gläubigen, um ihm ein großes Dankeschön zu überbringen. Von der Gemeinde bekam Alois Brunner für sein Wirken sogar den Ehrenring.

Von September 1996 bis August 2019 war Alois Brunner Seelsorger in Frankenfels. Mit
70 Jahren tritt er am 1. September seinen wohlverdienten Ruhestand an. „Alois war Seelenarbeiter, aber auch Bauarbeiter“, meinten die Laudatoren. Und auch der Pfarrer selbst blickte in seiner Abschluss-Predigt auf die vergangenen Jahre zurück. „In Frankenfels schätze ich vor allem die Toleranz, das Verständnis und die Barmherzigkeit, die mir entgegen meiner Lebensform oder trotz meiner Lebensform zuteil geworden ist“, meinte der Pfarrer.

„In Frankenfels schätze ich vor allem die Toleranz, das Verständnis und die Barmherzigkeit“ Pfarrer Alois Brunner

Der Kirchenchor untermalte unter der Leitung von Johanna Umgeher den Abschiedsgottesdienst. Alfred Gonaus, Obmann des Pfarrgemeinderates, und Bürgermeister Franz Größbacher fanden eindrucksvolle Worte des Dankes und des Abschiedes.

Eine „lebendige Pfarrgemeinschaft mit dem Menschen im Mittelpunkt“, wie Pfarrer Brunner sie nannte, war das Herz seiner 23-jährigen Seelsorgearbeit. Die lebhafte Gestaltung der Heiligen Messen, zu denen er die Kinder, Schule, Eltern, Vereine und alle gesellschaftlichen Schichten hereinholte, war einer seiner vielen Bausteine. Der Priester ging aber auch zu Festmessen und Andachten hinaus zu den Menschen. „Vom Weißenbachtal bis in die Laubenbachmühle und vom höchsten Punkt der Gemeinde, dem Groman-Kreuz, bis zum entlegendsten Marterl“, wie das Gemeindeoberhaupt betonte.

Auch für sein offenes Ohr war der Pfarrer bekannt: „Wenn es einmal Diskussionsbedarf gab, dann wurde dies ausgesprochen und dann wieder weitergearbeitet“, unterstrichen der Ortschef und der Pfarrgemeinderatsobmann.

Bau des Pfarrheims

war ein Meilenstein

Der Bau des Pfarrheimes, ein Treffpunkt aller Alters- und Sozialschichten, war eines der sozialen Arbeitsthemen des Kirchenoberhaupts. Auch die Sanierung und Renovierung der Kirche waren weitere Bau-Schwerpunkte für Alois Brunner.